Zustand des heiligen Lande 6. 623
crdigung ihrer Tobten wehrten °). Gleichzeitig übten sie'FA''Gcwaltthätigkciten gegen die Ritter des deutschen Ordens,welche es noch immer mit dem Kaiser Friedrich hiel-ten ^). Die deutschen Ritter erhoben zwar eine Klage be»dem Kaiser und nahmen auch di« Fürsprache verschie-dener Fürsten und Prälaten des Abendlandes in An-spruch*); der Kaiser Friedrich aber, dessen Verhältnissezu dem päpstlichen Stuhle und dessen Anhängern immerverwickelter und schwieriger wurden, konnte ihnen keinenSchutz gewähren. Vielmehr rief er damals seinen Statt-halter, den Marschall Richard, zurück aus Syrien ^).
Kaum war der Marschall Richard aus dem Hafenvon Tyrus unter Segel gegangen, so erschienen Balianvon Jbclin, Herr von Derytus und Sidon, und Philippvon Montfort, Herr von Toron, mit ihren Ritterschaf-ten, mit welchen sic von Ptolemais herangezogen waren,vor den Thoren von Tyrus. Da sie schon zuvor einePartey daselbst gewonnen hatten, so wurden sic von denen,welche mit ihnen im Einverständnisse waren, in die Stadteingelassen; und Lothar, der Bruder des Marschalls Ri-chard und damaliger kaiserlicher Statthalter von Tyrus,und die apulischcn Ritter, welche in der Stadt sich be-fanden, hatten kaum Zeit, die Burg zu erreichen. Diesyrischen Ritter wurden also Herren der Stadt, die Burgvon Tyrus aber wurde noch von Lothar behauptet ^).
s) Maiill. Naris aä a. 1241. 7>. 87Z.o) tdn^aliant rliain et oN'nAabanr
ris n 0. Die Nachricht über die da-maligen Streitigkeiten der Templer
mit Veit Johannitern und deutschenRittern wird zwar kürzer aber mitdenselben Worten noch einmal vollMatthäus Paris wiederholt zumJahre 124z z>. 604.q) Maltlr. Narre p> L7Ü.
A) Hugo Plazon p. 72z. Vgl. Ma-ki) Hugo Plago» y>. 7SZ- dessen