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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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ging dem Grafen voran, als er von Paris seine Reiseach der Küste des mittelländischen Meeres fortsetzte, undbereitete ihm und seinem Gefolge bequeme Herbergen, sodaß die englischen Pilger ohne irgend ein Ungemach andie Rhone gelangten. Auch zu Avignon wurden sie mirgroßen Ehren empfangen, und die Bürger dieser Stadtgewahrten ihnen unentgeltliche Beherbergung und Bcwir-thung; die Bürger der Stadt Vienne dagegen verlangtenvon dem Grafen Richard, daß er ihnen die Schiffe °), mirwelchen er auf der Rhone von Vienne nach Arles zufahren gedachte, verkaufen möchte, indem sic zur Bezah-lung des dreyfachen Werthes sich erboten; und als derGraf ihnen antwortete, daß er kein Kaufmann wäre: soraubten sic die Schiffe mit Gewalt, und die englischeuPilgcr waren daher genöthigt, zu Lande nach Arles zuziehen. Die Bürger von Vienne bereuten zwar den began-genen Raub, als sie hörten, daß der Graf von Toulouse,ihr Landesherr, darüber sehr unwillig war, und gaben zuBcaucaire die geraubten Schiffe dem Grafen von Corn-wallis zurück; sie besänftigten aber dadurch nicht denZorn des Grafen, welcher alle diese Fahrzeuge zerstörenließ. Zu Tarascon wurde Richard von dem Grasen Rai-mund Berengar von Provence, dem Vater der KöniginEleonora von England, mit vielen Ehrenbezeigungenempfangen; und da St. Gilles in der Nähe war, so be-schloß Richard, zu den Gebeinen des heiligen Aegidius,welche in dieser Stadt bewahrt wurden, zu wallfahrtenund die Fürbitte dieses Heiligen für eine glückliche Meer-fahrt zu erflehen. Co wie er zuvor dem Convente von Ci-teaux, als er auf seiner Reise durch' Frankreich dieses

2 ) ^.ivieulas c^r5-rtrice5. I'ari5 i>. 557 .