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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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540 Geschichte der Krcuzznge. BuchVIl. Kap. XV.

welche weiter zu nehmen seyn möchten, Rath zu halten.Der Marschall Richard, welcher von allem, was im Lagerseiner Feinde vorging, sich genaue Nachricht zu verschaf-fen wußte, setzte sich sofort in Bereitschaft, die Abwesen-heit des feindlichen Heerführers zu benutzen. Die Ritter-schaft dagegen, welche im Lager bcy Casal Jmbert stand,war sorglos, vertraute ihrem Glücke und verachtete ihreFeinde. Als Kundschafter die Nachricht brachten, daßder kaiserliche Marschall mit einem Ueberfalle umginge, sogab Anselm von Brie, welchen Johann von Jbelin zuseinem Stellvertreter wahrend seiner Abwesenheit ernannthatte, zur Antwort: , Das sind Possen, diejenigen, welchenicht Lust hatten, bey Berytus, als wir zwei) Bogenschuß-weiten von ihnen entfernt waren, mit uns zu kämpfen,werden nicht sechs Meilen auf schlechten Wegen kommen,um uns anzugreifen." In der Nacht vom zweyten zum3 , Mai dritten Mai, in welcher der Marschall Richard von Ty-rus über das Gebirge hcranzog, um seinen Plan auszu-führen, wurde selbst die Bewachung des Lagers vernach-lässigt; Johann von Jbelin der Jüngere, der Neffe desHerrn von Berytus, welcher in dieser Nacht Befehlshaberder Wache war^), hakte sich mit seiner Mannschaft nichtan der nördlichen Seite des Lagers, wo Gefahr zu besor-gen stand, sondern an der südlichen Seite auf dem Wegenach Ptolemais ausgestellt, und seine Leute, anstatt Wachezu halten, blieben in ihrem Zelte und schliefen entwaffnetin ihren Betten ^). Der Marschall Richard gewanndaher einen leichten Sieg. Der größte Theil der Cyprier,als sie am dritten Mai, noch ehe der Tag angebrochen

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