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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Streitigkeiten des Kaisers mit dem Papste. 507

aber vie Umstände niemals seyn, als im Herbste des Iah-'res 1227; und wenn der Kaiser damals die Mcerfahrtvollzogen hatte, so würde er an der Spitze von fünfzigTausend Kreuzfahrern vielleicht noch vortheilhaftere Be-dingungen erlangt haben, als der Sultan Kamel denKreuzfahrern, von welchen Damiette war erobert worden,angetragen hatte. Nunmehr aber hing es von der Treueund dem guten Willen der Saracenen ab, wie lange dieChristen in dem Besitze des heiligen Grabes bleiben soll-ten; und dem Ausgange des Kriegs, welchen der SultanKamel und sein Bruder Aschraf gegen den Sultan Davidvon Damascus führten, konnten die Christen, welche aufden Besitz von Jerusalem einen Werth legten, nicht ohneBangigkeit entgegen sehen. Das Glück begünstigte indcßdie beydcn verbündeten Brüder, und der Sultan David,nachdem er vergeblich den Fanatismus seiner Unterlhanenwider seine Oheime zu erwecken gesucht hatte, verlor seinväterliches Reich""). Der Sultan Kamel und sein Bru-der Aschraf, Sultan von Damascus seit der Vertreibungdes Sultans David, ließen die Christen im ruhigen Be-sitze von Jerusalem, obgleich die eifrigen Muselmännernicht aufhörtcn, die Bewilligungen, welche den Christenwaren gemacht worden, als entehrend und schmachvoll füralle Bekenner der Lehre des Propheten Mohammed zu be-trachten, und Kamel es daher für nöthig erachtete, beydem Chalifen von Bagdad und den muselmännischen Für-sten in Mesopotamien wegen der Abtretung der heiligenStadt an die Kreuzfahrer sich zu rechtfertigen undwenn die von dem Patriarchen Gerold erhobene Klage,

mehr genommen haben würbe, wenn 101) LbnUca. Ln», inorl. 1 °. IV.

die Saracenen geneigt gewesen wä- i>. 352.

ren, mehr zu bewilligen. ivr) Iwin.iuä x. 4zz.

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