502 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Kap. XIV.
von Ptolemais mit Armbrustschützen, welchen befohlenwurde, den Tempelherren zwar nicht den Ausgang ausder Stadt, aber den Eingang zu wehren. Bald daraufwurden auch die Kirchen, so wie die hoher gelegenen wer-ter von Ptolemais und alle Zugänge zu der Wohnungdes Patriarchen und dem Hause der Tempelherren gleich-falls mit Armbrustschützen besetzt. Als hierauf der Pa-triarch die Prälaten und die ihm gewogenen Pilger zueiner Berathung berief und mit deren Zustimmung überalle diejenigen, welche den Kaiser in seinen Feindseligkei-ten wider die Kirche und die Tempelherren mit Rath undThat unterstützten, den Bann aussprach: so wurden nochstrengere Maßregeln augcordnct, und die in noch größererZahl ausgestellten kaiserlichen Bogenschützen und Armbrust-schützen übten gegen den Patriarchen und dessen Anhängerohne irgend eine Schonung Feindseligkeiten jeder Art, sobaß sie sogar diejenigen zurücktricben, welche in die Woh-nung des Patriarchen Lebensmittel bringen wollten. Derg.April.Kaiser ging endlich so weit, daß er am Palmsonntageeinige Predigcrmönche und Minoriten, welche den Muchhatten, in ihren Predigten die Sache der Kirche zu ver-fechten, von den Kanzeln reißen, zu Boden werfen, durchdie Straßen von Ptolemais schleppen und mit Schlägenmißhandeln ließ''). Nach einiger Zeit neigte sich jedoch
yi) Wir kennen alle Liese Ereignissezwar nur aus der Erzählung vcs Pa-triarchen Gerold In dem von Mat-thäus Paris mltgcthcilten Briefe;denn weder der Kaiser in seinen eige-nen Vcrtheidigungcn, noch seine An-hänger lassen sich in diese zu Ptole-mais entstandenen Irrungen einiund nur Richard von S. Gcrmanosagt li>. loiZ) ganz im Allgemeinen:
l'raeterea cjtiaiiter contra ipsttinInixeratoreni axust Leon xostino-stnin rcäenntoin pracciicti I>atri.rr-cira, iVlagistri stonitinii, Ilo.-g-ir.rliset rcmpii so gesscrnnr, utj-atc gutcontra ipsnnr intestina d-eiia nrove-
nianiicstum. An der Wahrheit dervon dem Patriarchen Gerold angege-