501
Friedrich H. zu Ptolcmais.
das heilig« Land einer eigenen bewaffneten Macht ju sci-^A)'ncr Vertheidigung gegen den Sultan von Damascus be-dürfte; der Kaiser bcharrte aber bcy seinem Verbote. Alshierauf der Patriarch erklärte, daß er seine Seele in Ge-fahr bringen würde, wenn er dem Befehle des Kaisersals eines Gebannten gehorchen wollte: so bcfchied Fried-rich für den folgenden Tag durch den Ruf des Heroldsdas ganze christliche Volk von Ptolcmais zu einer Ver-sammlung, welche in der Ebene außerhalb der Stadt")gehalten werden sollte, und ließ zu dieser Versammlungdie anwesenden Prälaten und die Großmeister der Templerund Hospitaliter durch besondere Voten einladen "°). Indieser Versammlung erhob der Kaiser zuerst eine bittereKlage über den Patriarchen, indem er behauptete, daßderselbe mit boshaften Plänen gegen seine Person undseine königlichen Rechte umginge und diese Pläne mirHülfe der Pilger, welche er durch den angebotencn Soldfür seinen Dienst zu gewinnen sich bemühte, auszuführendächte. Hierauf richtete Friedrich die Rede an den Groß-meister der Templer, welcher dieser Versammlung bcy-wohnte, und machte demselben sehr heftige Vorwürfe.Alsdann verkündigte er den Befehl, daß ohne Unterschiedalle Ritter, welche an dieser Kreuzfahrt Theil genommenhätten, sofort das heilige Land verlassen sollten; und zu-gleich gebot er seinem Statthalter, dem Grafen Thomas,alle diejenigen, welche jenem Befehle entgegen handelnund in Palästina noch länger bleiben würden, mit scharferkörperlicher Züchtigung zu bestrafen. Auf den Wider-spruch, welcher gegen diese Rede erhoben wurde, nahmder Kaiser keine Rücksicht. Dagegen besetzte er die Thore
yg) In sadulo. Lx>isd. Ocrolär apuä Manli. kaiis x>. H60.90) 1'rLelaros -20 r^ligiosos.