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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Der K. Friedrich II. zu Jerusalem. 499

durch seine Ritter von den Stiftsherren des heiligen Era-^'^bcs sofort erzwungene Beyträge cinfordern ").

Da das Jnterdict, womit der Patriarch Gerold dieStadt Jerusalem belegt hatte, den Muselmännern dasganze schlimme Dcrhältniß offenbarte, in welchem Fried-rich zu der Priesterschaft seiner Kirche stand: so konnteder längere Aufenthalt in der heiligen Stadt dem Kaisernicht angenehm seyn; und er verließ Jerusalem schon amMontage nach Oculi, nachdem er nicht länger als zwei)

Tage daselbst verweilt hatte 2"), und begab sich wiedernach Joppe; worauf alle Pilger, welche mit ihm nachJerusalem gekommen waren, ebenfalls die heilige Stadtverließen

Ob Friedrich während seines kurzen Aufenthalts zuJerusalem durch irgend eine Anordnung für die innereSicherheit und Ruhe oder eine zweckmäßige Verfassungder wieder erlangten Stadt sorgte, ist nicht berichtetworden; auch wissen wir nicht, ob er sich der kirchlichenVerhältnisse von Jerusalem auf irgend eine Weife ansnahm, und cs ist sehr glaublich, daß er die Wiederher-stellung des christlichen Gottesdienstes in den zurückgegesbcnen Kirchen der heiligen Stadt lediglich dem PatriarchenGerold überließ. Wir kennen keine andere von dem Kai-ser Friedrich wahrend seines Aufenthalts zu Jerusalemgetroffene Verfügung, als daß er dem deutschen Nittcrs

gz) liainalst. 1. c. h. IZ.

84) läcm Imperator, cum ?e str-matnrnm oivit.rlem antea mnltipli-oiter prnini<i?^et, Ae<gnenti ctie Int-ime (ly. IVIart.) enmmo äiliicnlo xri-iuti- oivitatem exivnt, nemine ea-Inialo. Dipist. I'atr. (Zerolär aznxtLlattlr. I'aris p. 559- Vgl. Ilai,tatst.

I. o. h. -4. Damit stimmt auch disNachricht der Geschichte der Patriar-chen von Alexandrien überein, dagFriedrich nicht länger alS zwei, Tagszu Jerusalem stch auflstelt. UeiitanstS. 4"2.

85) Ispistola verolstt apttst IVIalllt,l'.llls 1. o.

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