Friedrich II. in Syrien. 47Z
Unrecht, wenn er in einem spätem Schreiben an alle^Christen, in welchem er die Untcrnehmnngcn des KaisersFriedrich in Palästina in sehr gehässigem Lichte schilderte,die Behauptung aufstcllrc, daß der Bau der Burg vonJoppe von dem Kaiser nur als Vorwand sey benutzt wor-den sür die Verlegung seines Aufenthalts in die Nähedes Sultans von Aegypten ").
Die Unterhandlungen des Kaisers mit dem SultanKamel hatten jedoch, weil der Sultan sich nicht entschlie-ßen konnte, Jerusalem den Christen zu überlassen, keinenraschen Fortgang; obgleich Friedrich nach den Meldungender abendländischen Geschichtschreiber sehr bescheiden inseinen Forderungen war. Durch die erste Gesandtschaft,welche er noch von Ptvlemais aus an den Sultan abge-hen ließ, soll er demselben angezcigt haben, daß er nichtgekommen wäre, um Eroberungen zu machen, sondern umzu den heiligen Stätten des gelobten Landes zu wallfahr-ten und das Königreich Jerusalem für seinen Sohn Con-rad, den rechtmäßigen Erben desselben, in Besitz zu neh-men, und daß er den Sultan, wenn man ihm friedlichzurückgäbe, was ihm gebührte, gern als seinen Freundund Bruder behandeln würde"). Nach den Angaben dermuselmännischen Geschichtschreiber forderte Friedrich imAnfänge nicht nur die Zurückgabe aller Städte, welcheSaladin den Christen entrissen hatte, sondern auch dieBefrcyung von allen Abgaben für die Maaren, welche inZukunft aus den kaiserlichen Staaten auf die Märkte vonAlexandrien und Rosette würden gebracht werden Die
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45) IVT.iriu. San. in 2r2. 2 lZ.
46) IVeinauä p. 450.