466 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XIV.
^3'"'und, hg die Befestigung von Cäsaren bereits war voll-bracht worden, sich erbot, die Pilger zunächst nach Joppezu führen und die Wiederherstellung und Befestigung die-ser Stadt zu leiten. Wenn aber auch Friedrich durch einsolches kluges Benehmen einen großen Theil der fremdenKreuzfahrer sich geneigt machte: so gewann er damit dochnicht die Freundschaft des eigensinnigen Patriarchen Ge-rold von Jerusalem und der Großmeister des Tempels undder Johanniter, denen die Anwesenheit eines mächtigenFürsten, welcher entschlossen war, seinen Rechten nichtszu vergeben, in Syrien sehr ungelegen war und derpäpstliche Bann einen erwünschten Vorwand zur Wider-setzlichkeit darbot. Solche feindseligen Gesinnungen derWidersacher des Kaisers Friedrich wurden genährt undsogar gestärkt durch das Verfahren des Papstes Gregor,
Fürsten von seinen Unternehmungenin Syrien Nachricht gab: In lern
Osiristi nomine aä ixsins servilinmxroocüentes guinto cieeimo ctie men-eis dto venilnis xiimo (xroximo)xraetcriti lopxcn vcnimne, nt reae-ciisiaiiiemus castrnm ixsum, gnate-nns enncki in 6ivitatcm Lanotamlernsalcm kaoilior paroiet aäitns no-Ui8 ol cxcicirni Olrrisliano. Mattli.raris aü a. l22g, x. 356 . 357 - <Dgl.oben S. 44 S.) Dieses von Mat-thäus Paris mirgethcilte Schreibenfindet sich, zwar mit einigen Ab-weichungen, aber dem wesentlichenInhalte nach größtcnthcils überein-stimmend, als Schreiben des Kai-sers Friedrich an sämmtliche Fürstendes deutschen Reichs in OeidnitiiMantissa ooäivis jurie gentium i>.247 — 249 und ist vor kurzem vonHerrn von Hormayr nach einem in
dem Archive zu Passau befindlichenExemplare von neuem bekannt ge-macht worden in den Wiener Jahr-büchern der Literatur B.40. 8.147—izi. OaS Paffauer Exemplar führt,so wie auch der Leibniy'schc Abdruck,die Unterschrift: Dat» in oivitateeanoia leruralem XVIII. Mailii sc»onnüe inäictionis kl 22 y); das Schrei-ben an den König von England, wiees Matthäus Paris mitihcilt, ist umeinen Tag früher datirtOma .ixustoi vitalem sanolam Hiernsalem XVII.äio Martii anno Oomini ML6XXIX.Das obige Citat ist aus de» Lcibniy'-schen und Hormayr'schen Abdrückenentnommen. Aus eben diesen beydcnkaiserlichen Schreiben bat Richardvon San Eermano (x. 1011. 1012)einen Theil seiner Nachrichten überden Aufenthalt des Kaisers in Sy-rien geschöpft.