Druckschrift 
6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
453
Einzelbild herunterladen
 

453

Kreuzfahrt dcs Kaisers Friedrich H.

znplündern ') und in ihre Heimath zurückzuweisen; undzu derselben Zeit kündigten die Herren von Polito in derLandschaft Capitanata dem Kaiser den Gehorsam auf^).

Friedrich übergab gleichwohl sein von innern undäußern Feinden bedrohtes Königreich dem Herzoge vonSpolcto, schiffte im Monate August zu Brundusium sichein, versammelte dann seine aus zwanzig Galeen bestehendeSeemacht bey der Insel St. Andreas, begab sich vondort nach Otranto und trat aus diesem Hafen feine Meer-fahrt nach Syrien an ^).

Der Kaiser hatte noch nicht die Insel Cypern erreicht,

eruvesigimtos, nt asLeielniiir, :>u-tliorimte Domini I'-ipse, guoct, z-roliüulor! nekrs csr cticcre. Liiron.Itrsz,. »st a. i2gg. DieseChronik drücktalso die Anschuldigung, das« der Papstdie Plünderung der Kreuzfahrer veran-lagt und gut gehechelt habe, mit eini-gem Zweifel aus.

3) Ilioliarst. ste 8. Oerm. x. 1005.iou6.

g) Dicimrst. ste 8. Ocrm. x. 1006.tUciou. I7isi>. »st ». 123 g. Die Chro-nik des JordanuS l in liaiuatsti »n.n»i. evvle». alt 2. l22g. §. Zi. ) undMarinus Sanutuü ix. 211) behuup-tcn, das, von Gregor IX., als er ge-hört hatte, Lag der Kaiser seineKreuzfahrt auSführen wollte, demsel-ben durch Botschafter untersagt wur-de, nach dem heiligen Lande sich zubegeben, bevor er durch befriedigendeEenugthuung die Aufhebung des aufihm lastenden kirchlichen BanneS be-wirkt hätte; der Kaiser aber nahmvon diesem Verbote keine weitere

Kenntlich. Auch Andreas Dandulosagt (iVInl»lori goiixtor. rer. I>»I.I'. XII. i>. Z 44 ) - Diisteiicns Lugri-ktiis . . . iiiiiibente x»x» onm XXPakets LraiiskrvtLt. Dieselbe Zahl derSchiffe geben auch die Chronik deSJordanuS und Marinus SanuluSan, indem sie hinzufügen, dag nurhundert Ritter den Kaiser begleiteten.Nach der Behauptung dcü Patriar-chen Gerold von Jerusalem in demvon Matthäus Paris last a. i--g.x. ZZg) mitgetheiltcn Schreiben kamder Kaiser nach Palästina mit kaumvierzig Rittern und ohne Geld.Ohne Zweifel bewog den Kaiser dieLage seines Reiches, nur eine so ge-ringe Macht nach dem gelobten Landezu fuhren. Nach einer von Fr.von Raumer lGesch. der Hohenstauf.Th. z. S a-iZt mitgctheilten Nachrichtsandte Friedrich unmittelbar nach sei-ner Abfahrt von Otranto den Erzbi-schof von Bari und den Grafen Hein-rich von Malta an den Papst undlieg durch sie die Aufhebung des Ban-nes fordern; der Papst wies aberdiese Forderung zurück.

i