Die Kreuzfahrer in Syrien.
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wurde, mit dem Willen des römischen Senats und Volks,öffentlich auf dem Capitol die kaiserliche Verteidigungs-schrift vor-?);- und zu eben dieser Zeit erließ Friedrichein Schreiben an den König von England, welches heftigeAnklagen des Geizes und der Herrschsucht des Papstesund der römischen Geistlichkeit enthielt. Friedrich erinnertein diesem Schreiben den König von England an dieSchmach, welche sein Vorfahr, der König Johann, vonJnnocenz dem Dritten erfahren hätte, und an das Schick-sal des Grafen von Toulouse, und forderte den KönigHeinrich auf, sich mit ihm zu vereinigen zur gemeinschaft-lichen Verteidigung der königlichen Rechte gegen dieunerträglichen Anmaßungen des römischen Stuhls"^).
Mittlerweile gelangten zu dem Papste Nachrichten ausSyrien, vermittelst eines gemeinschaftlichen Schreibens desPatriarchen Gerold"") von Jerusalem, der Erzbischöfevon Cäsarea, Nazareth und Narbonne, der Bischöfe vonWinchester und Exeter, und der Großmeister der dreyOrden 5°). Mehr als vierzig Tausend der Kreuzfahrer,welche im Augustmonate die Meerfahrt unternommen hat-ten, waren nach der in jenem Schreiben enthaltenen Mel-dung, als sie hörten, daß der Kaiser Friedrich ihnen nicht
>üi s. Fr. vonSavignv, GeschichtedcS römischen Rechts im MittelalterTh. V. S. 16Z —iy8. Vielleicht warRoffrid der Conclpient der kaiserli-chen Vcrtheldigungsschrlst.
47) Itialrarll. ci.6 6. Oerm. 1004.
4g) IVIaltliaeus karrs act a. 122g.I>. 847 - 348 -
4y) Gerold, früher Abt von Clugnv,dann Bischof von Valcnce ln demDauphins, wurde von Honorius
dem Dritten im I. 1224 oder 122z,nach dem Tode des Patriarchen Lo-tharius, zu dessen Nachfolger er-nannt. I-o Linien Orions Olrristia-nus 1 . III. i>. 1255. 1256.
So) Den Inhalt dieses Schreibenstheilte Gregor in einem päpstlichenBriefe mit, welcher am 2z. Oec. 122zauö dem Lateran erlassen wurde undvon Matthäus Paris mitgctheilt wor-den ist, aä ->. I22g. I>. 888. 389 -
s. Chr.1227.