Des K. Friedlich Rechtfertigung. 441
des Kaisers, welche wcltkundig wäre und aus den noch ^ 27 /'vorhandenen Spuren hinlänglich erkannt werden könnte,für erheuchelt erklärt hätte. Der Kaiser klagte ferner übereinen feindseligen Einbruch der Einwohner von Rieti,einer der römischen Kirche ergebenen Stadt, in das Kö-nigreich Sicilicn, bctheucrte dann noch einmal seine Un-schuld und die Reinheit seines Gewissens und versprach,im nächsten Sommer ersprießlichere Dinge im gelobtenLande zu vollbringen, als er würde haben bewirken könnenmit Hülfe der vorausgegangenen Kreuzfahrer, deren Zahlso gering wäre, daß er kaum cs hätte wagen dürfen, wenner mit ihnen nach Syrien sich begeben hätte, den Ungläu-bigen den Waffenstillstand aufzukündigcn. Er erklärte mithohem Selbstgefühl, daß es eine Beschimpfung seinesNamens und seiner Macht, welche erhabener und höherals der Name und die Macht aller anderer Fürsten undallen Barbaren furchtbar wären, seyn würde, auf fremdenVcystand zu warten. Indem er alle redlichen Christenaufforderte, für die Sache des Kreuzes mit Eifer wirksamzu seyn, und denen, welche im bevorstehenden Maimouatesich ihm anschlicßcn würden, unentgeltliche Uebcrfahrt nachSyrien und reichlichen Unterhalt verhieß, kündigte ereinen Reichstag an, welcher um Mitfasten im Märzmonatedes kommenden Jahrs zu Ravenna gehalten werden unddie Wiederherstellung des Friedens in der ganzen Chri-stenheit und vornehmlich in Italien zum Gegenstände habensoll. Der Kaiser ermahnte hierauf alle Fürsten, durchihre Gesandte diesen Reichstag zu beschicken, nach dessenBeendigung er von allen anwesenden ein freundliches Lebe-wohl 'zu empfangen und dann dem Dienste Christi sichwidmen zu können hoffe. Friedrich schloß dieses Schrei-ben auf ähnliche Weise, wie Gregor der Neunte seine