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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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I. Tbk.

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424 Geschichte der Krciizzäge. Buch VH. Kap. XIII.

Ländern nach Italien, in der sichern Hoffnung, daß derKaiser, wie er versprochen hatte, für ihre Ucberfahrt nachSyrien in der festgesetzten Frist Sorge tragen und dieLeitung dieses Krcuzzugs in eigener Person übernehmenwürde. Es kam der Landgraf Ludwig von Thüringennach Apulien mit einer zahlreichen Begleitung "), sowie auch die Bischöfe Siegfried von Augsburg, Ekbertvon Bamberg und Siegfried von Regensburg; aus Eng-land sollen nicht weniger als sechszig Tausend Pilger nachWelschland sich begeben haben"); und, wenn auch ein-zelne Kreuzfahrer zu Rom die Aufhebung ihres Gelübdessich erwirkten, manche durch einen Betrüger, welcher für

2i) Nach Nichardus von S. Ger-mans (x. ivoa) kam der Landgrafvon Thüringen schon Im Julius »227inii einem Heere von Kreuzfahrernnach Apulien. Nach der kiswria cielöauägraviis Mcuringiau (in 7 . S.Lccaiii Iiiilnria geucaiogica ^rinoi-1-um gaxouiao Luperioria x. 400) zogder Landgraf Ludwig in zahlreicherBegleitung am Sc. Johaunidfeste vonSchmalkalden aus; mit ihm warendie vier Grafen Ludwig von Wart-bcrg, Burkhard von Brandenburg,Mcynhard von Molburg und Hein-rich von Stolberg. Singer diesen Gra-fen nennt die Chronik sechs miiitea(unter ihnen den Lruchsest Hermannvon Schlotheim) und zwölf uodilcs(unter ihnen Rudolf von Bülgings-löwen, Gerhard von Ende, Bertoldvon Mila und Gerhard von Cappel)als Begleiter des Landgrafen Ludwig.Auch waren mit ihm fünf Bischöfe(sacvräcucs) und eine grobe Zahl vongeringen Geistlichen und Layen. DerLandgraf von Thüringen sowohl, alsdis Heyden Bischöfe von Bambergund Regensburg waren mit dem Kai-

ser Friedrich im. August 1227 zuAmalfi-, vgl. dis Urkunde in läuvlc.

1. /.vrcli, und Oaiies Lunai.^msrr. A. II. p. opa.

20) Loäcm anno in linv mensistuicii facua cst inoiio magna i»ONU3 lgruois ^ev ovbem nnivorLccnivrnoesignarornm, gnav aäeo snicnnmcrosa, nr ex solo cpiigiorumregno xius quam sexaginta milliaxrodoruin laominnm, xraeier eene»ec muileres pcoteolt rekeiaulur.Ikoo eniin xroscasne cec MagisterIluderrus, nunc ex xracciieatoi idnsin eLnglia, asscrens veracitcr lar in«no rolnlo consorixsisse. IVIaltli.l>aris a. ,227. x. ZZ8. Es gescha-hen nach Matthäus Paris auch da-mals in England Zeichen und Wun-der, durch welche vornehmlich die Ar-men zur Annahme des Kreuzes be-wogen wurden; z. B. in der Nachtvom St. Johannistag sab man amHimmel das Bild des Gekreuzigten.Unter den damaligen englischen Pil-gern befanden sich die Bischöfe Petervon Winchester und Wilhelm vonErelcr.