Unterhandlungen mit den Saraccnen. 421
wieder in seiner Gewalt: so schloß er mit seinem Bruderdem Fürsten Aschraf von Chelat ein Bündniß zur Be-kriegung des Sultans von Damaskus"); und die Brü-der, deren vereinigte Macht der nicht weniger durchinnere Streitigkeiten zerrütteten Herrschaft der Christen inSyrien ohne große Schwierigkeit ein Ende hätte machenkönnen, richteten wider einander selbst ihre Waffen'^).Friedrich durfte um so mehr hoffen, daß seine AnträgeHey den saraccnischcn Fürsten eine günstige Aufnahmefinden würden, als die schonende Behandlung, welche erseinen saraccnischen Unterthanen widerfahren ließ, ihmeben so sehr das Zutrauen der Saracencn erwirkt hatte,wie sie bcy den Christen Zweifel an der christlichen Ge-sinnung und der Nechtgläubigkeit des Kaisers hervor-brachte und nährte; und die Muselmänner, indem sie dieumfassenden Kenntnisse des Kaisers in der Philosophie,Naturkunde und Arzneywissenschaft bewunderten, schriebensolche seltene Gelehrsamkeit dem Unterrichte zu, welchender Kaiser von sicilischen Muselmännern empfangen habensollte"). Friedrich überließ sich aber der Hoffnung einesglücklichen Erfolges geschickt geleiteter Unterhandlungen mitnoch größerer Sicherheit, seitdem noch im Sommer desJahrs 1227 der ägyptische Emir Fachrcddin als Gesand-ter des Sultans Kamel am kaiserlichen Hofe erschienenwar und ein Bündniß angetragen hatte wider den Sultanvon Damascus, welcher damals mit Dschelalcddin Mank-berni, dem mächtigen und furchtbaren Fürsten der Cha-
13 ) S. oben Kap. XI. Anmerk. g?.
S. 356.
14) Dgl. Kdulkca. Liinsl. mosl.
'dom. IV. zig ?!j.
15) S- die von Abulfeda nüige-
thcllts Erzählung des Ebn Basel, wel-cher von dem Sultan Malek ad Da-her BiliarS als Gesandter an Man-fried, den Sohn dos Kaisers Fried-rich , gesandt wurde. Kniial. mosl.
IV. x. Z4L,