Neue Kreuz pi.'cdigten.
305
so wird die römische Kirche mit seiner eigenen und fcey-^willigen Zustimmung über ihn und sein Land verfügennach Urtheil und Recht."
Die von Friedrich zu San Germano vollzogene Ur-kunde dieses merkwürdigen Vertrags wurde mit einergoldenen Bulle geziert, welche das kaiserliche Wappen dar-stellte; und die beyden Cardinäle Pelagius und Eualoerklärten die Verbindlichkeit des von dem Kaiser zu Fe-rcntino geschworenen Eides für erloschen'^).
Nachdem der Kaiser Friedrich durch den Vertrag vonSan Germano auf das feyerlichste sich verpflichtet hatte,nach zwei) Jahren mit einer beträchtlichen Kriegsmachtdie Kreuzfahrt zu unternehmen: so ließ Honorius aufsneue das Kreuz eifrig predigen. Nach Frankreich begabsich der Patriarch Lotharius mit päpstlichen Empfehlungenals Prediger des heiligen Kreuzes, und Honorius crtheiltedem Patriarchen, um dessen Würde zu erhöhen, das Recht,in fremden Kirchcnsprengeln auf gleiche Weise als inner-halb seines Patriarchats des Palliums sich zu bedienen;und viele französische Jünglinge wurden durch die eindring-liche Ermahnung des Patriarchen bewogen, mit dem heili-gen Kreuze sich zu bezeichnen. Nicht weniger erfolgreichwaren in Deutschland die Predigten des päpstlichen Legaten,Cardinal Conrad von Porto, und seiner Gehülfe»; überallwurde in den deutschen Kirchen von den Kanzeln dasKreuz gepredigt, und viele Tausende deutscher Männergelobten die Kreuzfahrt'').
76) Rielreist. ste Sr. 6eill>. 1 0,Wenn dieser Annalist sagt: l'unaxer Oerstinales txsos jam äiotu» Iiu-xeraror » juiLinvnto, guoä Ve-rniL» seecrat, aenunai»ru» esr all.solutus - so stnd in dies« Aeuücrung
ohne Zweisel die Verhandlungen zuVeroli mit dem Vertrag« von Zeren-tino verwechselt worden.
77) Neänslrl. ast 1025. h. g. Wgl.Iliviunst. üe Sk. Oerw. s>. ygg.
. Cl>c.
1225 .