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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Der König Waldemar von Dänemark. 385

kündigen und mit aller Strenge zu vollziehen"). Dcnr^^'selben Auftrag ertheilte Honorius den Bischöfen von-Heck und Verden und anderen Prälaten ^). Auch denKaiser Friedrich bat er, für die Befreyung des KönigsWaldemar thätig zu scyn, indem er ihn an das Bcyspieldes Königs David, welcher den Mörder des Königs Saultödtcn ließ, erinnerte, als an einen Beweis der hohenAchtung, welche der königlichen Würde gebührte, unddann fortfuhr:Wir wollen durch dieses Beyfpiel dichnicht verleiten, den Grafen von Schwerin zu tödten, einesolche Grausamkeit scy fern von der Sanftmuth des apo-stolischen Stuhls; sondern wir rächen dir nur, als Königdem Könige zu helfen und den gedachten Grafen zwarnicht am Leben, aber doch so nachdrücklich zu strafen,daß dessen treulose Verwegenheit nicht zum Vcyspielewerde Der König Waldemar soll zwar, als ihm

der Graf Heinrich während seiner Kreuzfahrt die Vor-theidigung seines Hauses und Landes anvcrtraut hatte,durch frevelhaften Mißbrauch eines solchen Vertrauensdas harte Loos, welches ihn traf, verschuldet haben 5?);Honorius achtete es aber gleichwohl für seine Pflicht, dieFreylassung des Königs, welcher ohnehin wegen der früher

84) Rainald. I. a. Der von Rainaldweggelaffenc Schlich dcS von Hono-rius an den Erzbischof von Cöln kami. Nov. 1223 ) gerichteten Schreibensfindet sich bei) Subm a. a. O. S. 757.

88) Suhm a. a. O. S. 787- 783-Der Brief an den Bischof von Lübeckwurde am 2. November 122z, und LasSchreiben an den Bischof von Ver-den am 4. November 1223 ausgefer-tigt. Honorius schrieb zu derselbenZeit kam 2. Nov. 1223) auch an disBürgerschaft von Lübeck und er-VI. Band.

mahnte sie, daß sie dem Könige Wal-demar im Unglücke die Geneigtheitund Anhänglichkeit beweisen möch-te, wovon sie während seines Glücksnicht Gelegenheit gefunden hätten,ihm Proben zu geben. Suhm a. a. O.S 788- 73g- Wgl. Rainald I. 0 . h. 2g.

) Ein AuSzug aus diesem Schrei-ben ist von Suhm a. a. O. S. 787-788. mitgetheilt worden. Wgl. Rai-nald. 1. a. H. 2Z.

57) Fr. von Raumer, Gesch. derHohenst, a. a. O.

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