344 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XI.
I. Cbr.1221 .
ihnen offen, und sie waren ringsum voyr Wasser um-geben
In Vieser hoffnungslosen Lage blieb den unglücklichenKreuzfahrernnichts anders übrig, als zur Milde derFeinde ihre Zuflucht zu nehmen, und es beschlossen alsodie Häupter de<i Heers, Botschafter in das Lager desSultans von Aegypten zu senden und den Frieden anzu-tragen. Diese Botschafter waren eben im feindlichen La-ger angekommen, als Jmbcrt, der bisherige vertrauteRath des Legaten Pclagius, den seit langer Zeit beabsich-tigten ruchlosen Verrath vollzogt), mit mehrern andernvon ihm verführten Pilgern als Ueberläufer zu den Sa-racenen sich begab und ihnen den ganzen trostlosen Zu-stand des christlichen Heeres kund machte. Gleichwohlgebot der Sultan unmittelbar nach der Ankunft der christ-lichen Botschafter die Einstellung der Feindseligkeiten. Inder Berathung aber, zu welcher Kamel sowohl seine Brü-der und Verwandte, als die Emire seines Heeres berief,waren die Meinungen sehr getheilt; einige Fürsten undEmire riethen, den Christen den gebetenen Frieden zu be-willigen, damit nicht deren übrige Glaubensgenossenzur Rache gereizt werden möchten; andere waren der Mei-nung, daß die dargebotene Gelegenheit, ein ganzes frän-kisches Heer zu vertilgen und dadurch die abendländischenChristen für die Zukunft von ähnlichen Unternehmungen
6 g) Oliv, Svttol. 1. o. Vgl. Cbnalruhir (bry Michaud S.;-»)'. Ma-kels- sbey yamaker) S- >s-
70) Lxercilns Ottristi irtter sgursinolusns, sionr xisvis reti iuoluüi-tui. I'-Ir. äs Monte acnto ax.Maltin I-aris 1. 6.
71) Mtilto tempore pro-litor ne-guissiiaiis, sagt OlweriuS a. a. O.
72) „Oie Franke» auf den Inseln."d. I. den Inseln des mittelländischenMeerS, also Chpern und den übrigenehemals zu dem griechischen Kaiser-tbume gehörigen, vielleicht auch Ita-lic» und Sicilien einbegriffen. Ma»kris, S. ly.