340 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XI.
päcks machte den Heiden kund, was im Lager der Chri-sten geschah"); andere ruchlose Pilger gingen in diesementscheidenden Augenblicke zu den Ungläubigen über undmeldeten ihnen den beschlossenen Rückzug ihrer Glaubens-genossen "). Die Saracenen, welche schon dem Schlafesich überlassen hatten, erhoben sich daher noch in dieserNacht zur Verfolgung der abziehendcn Kreuzfahrer. Einegroße Zahl von Pilgern, welche mit dem Weine, der preis-gegeben worden war, weil man ihn nicht mit sich nehmenkonnte, sich berauscht hatten, blieb schlafend im Lagerzurück, andere dieser trunkenen Pilger legten sich, nach-dem sie mit dem Heere das Lager verlassen hatten, amWege nieder zum Schlafe, und alle wurden von den Sa-raccnen gefangen oder erschlagen; aber auch viele dernüchternen Pilger hatten dasselbe Schicksal, indem sie indem schlammigen und durch das Wasser des Nils erweich-ten Boden ihre Flucht nicht zu beschleunigen vermochten;und diejenigen, welche den verfolgenden Feinden entgin-gen, irrten umher in der Dunkelheit der Nacht wie ver-irrte Schafe. Die Kameele und Maulthiere, welche mitden Gerätsen und Zelten der reichen Pilger oder mitWaffen beladen waren, die Wagen und das sämmtlicheHeergeräth der Kreuzfahrer wurden die Beute der Ungläu-bigen; und nur die entschlossene Tapferkeit der Templer,welche die Hinterwache besorgten, verhinderte noch größer»Verlust. Eben so schlimm war das Schicksal derer, welche
60) Oliv. Scliol. I. v. Olrristianl(sagt die Chronik von Tours x. 501)versus OaiTULtLiu ircr »rrixiunt ia-rciuxcstLe uoori» silcutio, oastra survaciiL reUnguenles; sest ldeuroueskuribunsti sur teutoria oremave-runr, guoruiu igncm visteutes Le-
xxxtü nostroruui kuAgiu xrotinuscoguoverunr. „Die Christen," sagtMakrist la. a. O.), „ zerstörten da-mals ihre Zelte und Maschinen undverbrannten sie."
61) Oliv. Soirol, I. a.