320 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XI.
u„d obwohl er dieses Vorhaben unter den damaligen Um-standen keineswcges billigte, so war er doch nicht imStande, den gefaßten Beschluß rückgängig zu machen").
Die Pilger unternahmen den Zug gegen Kahirah zwarnicht mit großer Raschheit; denn erst am 17 . Julius ver-sammelte sich das christliche Heer bcy §areokur, drcyStunden von Damictte entfernt"); aber sie verfuhren
>2) vickcns Hex snimwm I-elegiinon xosee 3 z-roposito removcri,
l-rokeetnrccm, cligcns xotins 3 kl 1 igioniii LUrisii^no xoxnlo vel snbc-uiiäo martz-rinm, g»3m cnm rinsrcotore relingncie. Oliron. 'Inron.x. Z01. Nach eben dieser Chronikverfuhr der Legat mit dem Bannewider alle diejenigen/ welche ihmwidersprachen (omncs illins negotiixertnibmorcs 1 . Atich der englischePilger Peter von Albcnejo, welchererst nach dem Abschlüsse des Friedensnach Aegypten kam/ sagt in seinemvon Matthäus Paris (ml 3. 1222?. siz) mitgcthcilten Briefe an denGrafen von Chester: kccernnt rinameguitatniLin erga kcrram Lshxlont»contra volnntmem Ilegis Ilicrusa-1 cm nt sticnnr. Hugo Plagon (p.691)/ nachdem er erzählt hat, dag dieChristen auf die Nachricht von derbaldigen Ankunft des Kaisers Fried-rich beschlossen hätten/ Kahirah zubelagern, fügt hinzu: „Derjenige,welcher ihnen diesen Nath gab, hattedie Absicht, sie zu ersäufen," worauser eine Beschreibung derllsberschwem-mungen des Nils folgen lägt. DieGeschichte der Patriarchen von Alexan-drien (bey Neinaud S. 5S) berichtetwie folgt: Nach der Eroberung vonDamictte sprach der König JohannFolgendes zum Legaten - „Lagt unü
die Ankunft der Verstärkungen, wel-che der Kaiser von Deutschland unszugesagt hat, abwarten, und wennwir deshalb tausend Jahre hier blei-ben »rügten, so lagt uns die Sachenicht übereilen. Was wagen wir?Wenn auch der Feind unzählbar wieder Sand deS Meers uns angreifenwollte, so haben wir nichts zu fürch-ten. Sind nicht die Feinde bestän-dig mit einander selbst im. Streite,und niemals Cincs Sinnes? Siekönnen höchstens zwei, oder drey Mo-nate vor unfern Verschanzungcn sichhalten und werden sich zurückziehenmüssen, ohne etwas ausgerichtet zuhaben. Wir werden dagegen Zeit ge-winnen, unsere Kräfte zu verstärken,und unsere Unternehmungen nachreiflicher Ucberlegung besser anzuord-nen. Glaubt mir, es ist nicht gut,dag wir so eilen. Wenn wir auchzwanzig Jahre anwendcn, um Ae-gypten zu erobern, so ist es nicht zuviel". Bcy diesen Worten konnte derLegat nicht seinen Zorn zurückhalten,und er klagte den König deü Ver-raths an. Oer König erwiedcrtc:„Wohlan, ich werde euch folgen: ichfüge mich in Gottes Willen."
13) äxtick rliaiascni» casale ä!-etans a Oammra tribne milliarilnie.Oliv. Lclcol. cax. zg. p. 142g. Vgl.oben Kap. IX. Anm. 7 Z> S. 2Z6.