3ck6 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. XI.
fahrcr erhoben, und der Papst selbst gab so reichlicheDeyträge, daß seine Kassen erschöpft wurden. Den Gc-nuesern, welche über das Betragen der Pilger in Aegyp-ten sich beschwerten, schrieb er: „Die römische Kirche,welche so viel für den Kreuzzug aufopftrtc, hat noch mehrGrund, zu klagen, als ihr; sie schweigt aber, um keineverderbliche Spaltungen zu erzeugen, und diesem Dcy-spiele mögt auch ihr folgen und rastlos fortwirkenAn den König Johann von Jerusalem erließ Honorius,sobald er dessen Rückkehr nach Ptolemais erfahren hatte,einen Brief, in welchem er mit freundlichem Ernste denKönig ermahnte, der S,ache des heiligen Landes, fürwelche andere Christen damals mit williger HingebungGut und Blut opferten, nicht eigenen Vortheil vorzu-ziehen, sondern vielmehr den Cardinal Pclagius in dessennützlichen Bestrebungen redlich zu unterstützen; auch unter-sagte Honorius in diesem Schreiben dem Könige Johann,unter Androhung der Strafe des Bannes, jedes feindse-lige Verfahren gegen das Königreich Armenien DenCardinal Pclagius erfreute dagegen der apostolische Bi-schof durch die Meldung, daß der Kaiser Friedrich der An-^W>°"'dere, bevor ihm am Sonntage vor Advent, dem Feste derheiligen Cäcilia, die kaiserliche Krone in der Kirche desheiligen Petrus zu Nom zugetheilt worden sey, durch einfeyerliches Versprechen sich verbindlich gemacht hätte, schonim nächstfolgenden März einen beträchtlichen Theil seinesHeers zum Beystande der Pilger nach Aegypten zu sen-den, und im Monate August selbst nachzufolgen Die
3) Fr. v. Raumer a. a O. S. 37-,
vgl. ItLinalsti AIL1I. ceoles. 1. e.
H.) NLinalM aui». coates. 1. o.
h. 55 - §6. Dieses Schreiben wurde
am n. August i 22 o in Civita Vecchlaausgefertigt.
g) ItLiaalili SUN. cccte». 1. L. §.Ll.