310 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap. X.
von Damascus die schon früher angefangcne Zerstörungvon Jerusalem fortgesetzt, die Brunnen verschüttet unddie marmornen Säulen der Prachtgebäude nach Damas-E^cus gesandt hatte, so kam er im Oktober des Jahrs 1220mit großer Hecresmacht über das Gebirge von Palästinaund verwüstete in dem christlichen Lande die Aecker, Eär-ten und Weinberge. Da die Templer merkten, daß derSultan die Absicht hatte, das Schloß der Pilger aufsneue zu belagern, so trafen sie mit Eifer und Tätig-keit alle nöthigen Anstalten zur Vertheidigung dieserBurg, welche als die Vormauer von Ptolcmais angesehenwurde"). Sie erwirkten sich den Beystand aller damalszu Ptolcmais anwesenden waffenfähigen Pilger und ver-sahen die Burg so reichlich mit Lebensmitteln, daß in ihrerPfalz daselbst täglich vier Tausend Krieger gespeist wer-den konnten, außer denen, welche selbst sich ernährten,da Verkäufer, welche aus Ptolcmais dahin sich begaben,Lebensmittel im Ueberflusse feil hielten. Auch fingen dieTempler an, einen außerhalb der Burg auf einer Höheam Meere stehenden und verlassenen Thurm °°), welcher
in Syrien noch Folgendes an: ro-xull aridem aä Damiatam ax-
pliOirit maxima mulriniäo 11er sen-ilis xoniir, alii aä enmrilum sriao^eräitionis Kino liecniia, alii xerFranäern extorra liecnria reäierunraä xro^ris, ^anci vero, cznidrrs erarmens sanior, noillsenm remanso-runr in exUlo. Diese aus Akkon ge-kommenen Kreuzfahrer waren also
abendländische Pilger. Die näherenUmstände der erwähnten Vertreibungaus ihrer Heimath sind unbekannt.
59) I>rotegar ^.Irissimns, sagt Oll-verius (a. a. O.), iianO äomnm (1. e.arcem) ln sonorem iilil Del con-ktineiam (vgl. oben Kap. Vl. Anm. Z2.S. iZy)» Larraeenis oäiililem, 6liri-stlanis amallilem, tanc^nam antemn-rale ^.ceon» enxer mnros ejns sitan§e1ornm cnstcräiL 1139110 aä eon-Lrimmadionom saecnli.
60) ^urrim äistrieti äesortam insaxeriori xarce. OUv. Sviiol. 1. c.