306 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VII. Kap. X.
iJ^Cvr. fix jhrc,i Beystand zugesagt hatten, gehorchten entgegen-gesetzten Befehlen Zwar meldeten die ausgesandtcnKundschafter, daß das Heer des Sultans Kamel wenigzahlreich wäre, und die im Lande zerstreuten Beduinen,welche ungern dem Geschlechts Saladins gehorchten, sichden Pilgern willig unterwerfen würden, wenn das christ-liche Heer mit Kraft und Nachdruck handelte; diese Mel-dungen blieben aber ohne Wirkung. Der Cardinal sahendlich, da alle seine Bemühungen, die Kreuzfahrer zurThätigkeit zu bewegen, vergeblich waren, wegen der ein-tretenden Ueberschwemmung des Nils sich gcnöthigt, seinLager aufzuhcben und sich zurückzuziehen Er straftezwar die halsstarrigen Pilger durch den Bann, zwangseine ungehorsamen Söldner zur Rückzahlung des Soldesfür die Zeit, in welcher sie ihm den Dienst versagt hat-ten, und drohte in einer öffentlichen Rede den tragen undunredlichen Kreuzfahrern die Strafe Gottes; die Pilgerbeharrten aber gleichwohl in ihrer Unthätigkeit
Die Waffenruhe wurde auch in den folgenden Mo-naten nur durch unerhebliche und nichts entscheidendeAbenteuer unterbrochen. Eine Pilgerschaar zog eineTagereise weit in das feindliche Land und brachte Pferdeund Lchsen als Beute nach Damictte Die Templerunternahmen einen Zug gegen die Seestadt Burlosund kehrten nach zwey Tagen zurück mit einer Beute vonvielen kostbaren Gewändern und anderen werthvollen Ge-genständen, so wie auch Hundert Kamcelcn, eben so vielen
47) I>r.ieeeptis Lonirsäictoridiiseoriseuscnint. Oliv. Scliol. e. 29.
I». 1424.
48) lieZressus e5L sä ca-
strs. Oliv. Sclrol. 1. c.
49) Oliv. 8clio1. I. e.
Lc>) Oliv. Seiivl. 1424. 1425.
Zr) Oxpiäuin maritimum, ^uoäLroilns äicriNir. Oliver. Leiiolast.I>. r435.