298 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VII. Kap.X.
'' Die damaligen frohen Hoffnungen sowohl eines großenTheils der Pilger selbst, 'tils der übrigen Christen im Abend»und Morgenlande bewahrten sich jedoch auch dieses Malkeincsweges, und zwar durch die eigene Schuld derKreuzfahrer. Kaum wehte das Panier des Kreuzes auf)en Mauern von Damiette, so erhob sich, wie es in die-sen heiligen Kriegen unter ähnlichen Umstanden fast jedesMal geschah, auch wegen dieser Stadt ein heftiger Streit.Der König Johann von Jerusalem behauptete, daß dieungctheilte Herrschaft über Damiette keinem andern alsihm gebührte, und der Legat Pelagius stellte dagegen denGrundsatz auf, daß eine Stadt, welche durch die ver-einigten Anstrengungen von Pilgern aus sehr verschiedenenVölkern wäre erobert worden, ein gemeinsames Vesitz-thnm der abendländischen Christen wäre, und allen Pilgerndaselbst gleiche Rechte und Freyhciten zustchen müßten^).Erst nach langem und erbittertem Hader vereinigten sichdie Streitenden zu einem Vergleiche"), durch welchender Besitz von Damiette gctheilt wurde- Die Stadt solltezwar dem Königreiche Jerusalem angchören; Ein Thurmaber wurde der römischen Kirche zugewiescn, und das andiesem Thurme liegende Thor, welches bis dahin das Thor
König von Georgien, den Bruder derKönigin Ruffutana, zum Bepstandeder Kreuzfahrer aufgefordcrt hatte:
turrin er manstarrim per legktrim,gni er.rr opnst Oammtrim, gnociirater meris veniret in snbsistiumc-Irristiairoruin. Dieselbe Nachrichtfindet sich auch in einem gleichzeiti-gen Schreiben des Eonneiavle Jo-hannes von Georgien an Hvnortuü.IlLinaia l. v. h. ig. Vielleicht aber
wurde diese päpstliche Aufforderungerst durch das von OlioeriuS erwähnteSchrelben des Königs von Georgienveranlagt.
2 g) Mcmor. lieg. p. IIOZ.
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