Druckschrift 
6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
281
Einzelbild herunterladen
 

Belagerung von Damicttc.

281

der vor wenigen Wochen gemachte; Niemand traue solchenFuchsen. Sie wollen durch diesen Frieden nur die Auf-lösung des Heeres bewirken, weil sic sicher sind, Jerusalemund alles übrige uns abgetretene Land ohne Mühe wiederzu erobern, sobald als die fremden Pilger zurückkehren "und Vas heilige Land sich selbst überlassen werben. Der Besitzvon Jerusalem ist für uns höchst unsicher und selbst ohneNutzen, so lange die Vesten Montroyal und Krak in denHänden der Saracencn sich befinden; denn wer dieseHeyden festen Burgen, welche die Straße nach Mekka be-herrschen, inne hat, kann die Aecker und Weinberge vonJerusalem beschädigen, so oft er will. Endlich ist cs sehrungewiß, ob die Saraccuen das heilige Kreuz, dessenZurückgabe sie uns anbicten, noch wirklich besitzen; dennzu der Zeit, als Saladin vermittelst dieses heiligen Hol-zes das Leben und die Freyhcit seiner gefangenen Unter-thanen zu erkaufen schnlichst wünschte, konnte es nichtgefunden werden. Darum ist kein anderes Heil, als dieEroberung der auf das äußerste gebrachten Stadt Da-miette schleunigst zu vollenden^')." Durch diese Vor-stellungen ließ aber weder der König Johann noch seine 'Partei) sich bewegen, der Meinung der übrigen Kreuzfah-rer beyzutretcn. Die bcybcn saracenischen Botschafterbemerkten mit Wohlgefallen diesen Zwiespalt der Christen,und suchten nach ihren Kräften die Spaltung der Pilgerzu befördern ^'2); sie aßm und tranken mit den Kreuz-fahrern, übernachteten in dem christlichen Lager, und am

217) Oliv. Lcbol. I. e. 7 ao. äoVirr. I. o. Anlangend die Aenste-rung der geistlichen Partei) wegendes heil. Kreuzes vgl. Geschichte derÄren;;. Blich V. Kap. io. S. 302 .383.

2iZ) Slo ergo Inter uosrros lactae8t äissensio er äLsooräia, c^ioäeri.im L.rriuioeui iurenäebLilr ermocUs omnidus iiroouriib.int. lae.äe Virr. ez>isr. IV. p. Zv2.