Uebergang der Pilger auf das rechte Nilufcr. 229
nunmehr, da die Fahrt auf dem Flusse wieder frcy^Ewar**), geringere Schwierigkeiten entgegen standen.Mittlerweile aber ereigneten sich in dem Lager des Sul-tans Veränderungen, welchen auf eine ganz unerwarteteWeise die Christen einen leichten und ungehinderten lieber-gang auf das rechte Nilufer verdankten.
Malek al Kamel, zwar ein thätiger, tapferer undeinsichtvoller Fürst, verstand es nicht, die Liebe und Ach-tung seiner Untcrthancn zu gewinnen; die Widerwärtig-keiten, welche die verlängerte Anwesenheit eines feindlichenHeers über Aegypten brachte, wurden als Folgen der ver-kehrten Maßregeln des jungen Sultans betrachtet. Diemuselmännischen Uuterthanen des Sultans klagten nichtweniger als die christlichen über die Plackereyen, welchevon den zügellosen Soldaten geübt wurden; denn dieunbändigen Söldnerschaarcn erlaubten sich in dieser Zeitder Noth jeden Frevel und plünderten selbst in denStädten die Vorrathshäuser und Kaufläden, wodurch derdamals im Lande herrschende Mangel an den Bedürfnis-sen des Lebens noch empfindlicher wurde. Im ganzenLande herrschte also Unzufriedenheit"). In dem Lagerdes Sultans bcy Damiette war die Zahl der Unzufrie-denen ebenfalls nicht gering; denn die muselmännischenTruppen wurden gewöhnlich, wie auch Saladin oftmalserfahren hatte, verdrossen und unwillig, wenn für längereZeit als Einen Sommer der Felddienst von ihnen gefor-dert, und ihre Kampflust nicht durch reiche Beute undansehnliche Geschenke genährt wurde.
Diese Stimmung des Volks und der Soldaten be-nutzte einer der angesehensten Emire des Sultans, Emaded-
Sr) Geschichte der Patriarchen dey 52) Reir.-rMor UisroriL rarriarcka.Reittaud S. 2^. runr ^ch-xanärilrorniu r>. 67S.