226 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Kap. IX.
senkten Schiffe und Baumstämme leisteten, wie ein mor-genländischer Schriftsteller sich ausdrückt, nicht mehr Wi-derstand als Gras und Krauter^). Hierauf brachten dieKreuzfahrer mit lautem Jubelgeschrcy ihre übrigen Schiffein den Strom. Plötzlich aber erhob sich ein furchtbaresUngewitter; ein heftiger Sturmwind begann zu toben,Regengüsse strömten herab vom Himmel, und der Hagelfiel so dicht, daß die Kreuzfahrer kaum einander sehenkonnten *2). Unter solchen Umständen zogen die Kreuz-fahrer sich zurück, ohne einen Angriff auf das Heer deSSultans, welches zum Kampfe gerüstet in einer drey-fachcn Linie am östlichen Ufer aufgestellt war"'), zuunternehmen
Die Christen ließen sich jedoch durch ein solches Miß-geschick nicht schrecken; vielmehr beschlossen sie, am FesteZ.Febr. der heiligen Agatha den Versuch zu erneuern, welchem
47) Geschichte der Patriarchen a- a.
O- Vgl. IVIonorialo Ilex. (1. c.);beyde Chroniken stimmen, wie InderErzählung der Thatsachc, so auchziemlich in der Zeitangabe überein;jedoch seht die crstcre Len Angriff aufeinen Sonnabend, welcher, da Ma-riä Reinigung im Jahrs roiy aufeinen Sonnabend fiel, der y. Februarseyn müsste; denn am Tage MariäReinigung selbst, als dem Bußtage,wurde der Uebergang über den Flugnicht versucht. Jakob von Vitro be-zeichnet die Zeit blos durch: Immi-Ilontognaäragcsima. Oliverius Scho-lasticuS ist (x. r 4 c> 8 .) sehr kurz undundeutlich in der Erzählung dieserUnternehmung, und noch kürzer Ja-kob von Vitro (cxisr. III. x. 2g7.);ausführlicher aber ist das tVIcinorialeliegioiise, welches überhaupt die Ver-
herrlichung des Cardinals Pclagiussich sehr angelegen scon läßt,gg) Memorial« lieg. I. a.
Ilostce äissimniato metri trosoräinos armatornm Station! navinmconlraxosiicrnnt; nnam xeäiknmsnxer rigam onm olz-peis, gnos tar-goas astT-ellant, lincaritcr orclina-tam; soannciam xost clorsnm ilio-rnm, Limiten, griori; tertiam egni-
xantes Stationen! Oiiristianornm.Oliver. Lolcol. I. o.
Zo) Nach dem lVlcmoriale l'.egiensoblieben einige Kreuzfahrer an der öst-lichen Seite deS Flusses (ntrra llt,-rncii) zurück und warteten dort wäh-rend dreoer Tage den Sturm ab.Sollten die Saraccncn dieses zuge-geben haben?