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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Die Mccrfahrt dev deutsche» und friesischen Pilger- 177

schwuren willig einen Eid, durch welchen sie sich verpflichtteten, den Friesen als ihren Vorgesetzten zu gehorchen.

Die Friesen dankten dagegen in einer Rede den Bürgernvon Corneto für die ihnen gewährte gastfreundliche Be-herbergung, die sorgsame Pflege der erkrankten Pilger mitheilsamer Nahrung und trefflichen Arzneyen und die Ehre,welche sie den gestorbenen Wallfahrern durch Theilnahmean deren feyerlicher Bestattung bewiesen hätten und nochferner bewiesen, indem sie die Gräber solcher Heimgegan-genen Streiter Christi als die Ruhestätten von Heiligenverehrten. Sie rühmten es insbesondere als einen Be-weis der gastfreundlichen Gesinnungen der Bürgerschaftvon Corneto, daß den Pilgern nicht gewehrt worden sey,

Holz in dem der Stadt gehörigen Walde zu fällen, wasselbst den Bürgern nicht gestattet würde Am TageMariä Verkündigung lichteten endlich die Pilger die An- o;. Mär,ker, wurden aber durch widrige Winde am dritten Tagcs7-Mär,genöthigt, wieder in den Hafen von Civita Vecchta ein-zulaufcn. Zwar gingen sie noch an demselben Tage wie-der in die See, verfehlten aber den Weg und kamen nachder Insel Lampadosa"°), wo genuesische Korsaren, welche-. April,sie dort antrafcn, sie über die Richtung, welche sie zunehmen hätten, belehrten. Sie fuhren hierauf an Maltanördlich vorbcy und erreichten glücklich den Hafen vonSyrakus, wo sie den Palmsonntag feycrten und bis zumg-Apr»

Zg) Lina I>. ZA. 34-4a, V-ampooss, Lmo Z4- Wirliegen zur Linken, sagt der Pilger,indem wir van Cioita Vccchia weiterfuhren, Ostia (Hostiir rideriinr ),Tageta (d. i. Gacta), Baiae, Neapel,so wie die Fürstcnthümer Apulienund Calabrien; und indem wir nachVl. Band.

Sicilien unsere Fahrt richten woll-ten, kamen wir am sechsten Tage, ei-nem Montage (2. April), durch dieUnkundö des Führers nach einer In-sel, welche Lampeosa heigt (Lampa-dosa) zwischen Malta und der Küstevon Tuniö.

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