1S4 Geschichte der Krcuzzügc. Buch VII. Kap. VI.
'i-E' Jens zweyte Heerfahrt, obwohl sie eben so wenig alsdie erste, weder nach einem verständigen und überdachtenPlane angeordnek, noch mit Einsicht und Beharrlichkeitwar geleitet worden, brachte also nichtsdestoweniger derchristlichen Herrschaft in Syrien einen nicht unerheblichen
Am- mittelbaren Vorthcil. Einen sehr unglücklichen Ausgangaber halte die dritte Heerfahrt, welche nur von einemThetle dieser Kreuzfahrer ohne die Begleitung des Pa-triarchen von Jerusalem und der Bischöfe nicht lange vordem Weihnachrefesie unternommen wurde. Diese Pilgerwaren verwegen genug, um in höchst ungünstiger Jahres-zeit in die rauhen Thäler des Libanon bcy Sidon ein-zudringen und in einem schwierigen, ihnen völlig unbe-kannten Ecbirgslande den Kampf zu wagen wider einBergvolk, welches aus unerschrockenen Kriegern und sehrgeübten Bogenschützen bestand. Sic hatten aber bald ihre
zögerte die Ausführung dieses Auf,trags und kam während mehrererTage nicht zu Adel. Erst, als derSultan ihn durch ein Geldgeschenkzufrieden stellte und ihm ein Sand inAegypten versprach, gehorchte Moad-dhem und liest alte Vorräthe, welchein Tur waren, »ach Jerusalem, Adsch,tun, Karat und DamaScuS brin-gen." Die Unzufriedenheit des Mo-addbcm wurde, wie aus der An,» 40.mitgeiheilten Stelle erhellt, nicht ver-anlagt durch die beschlossene Zerstö-rung von Tur, sondern er mtstbilligtenur die Verwendung der dortigenBesatzung und KriegSvorrälhe zumWoriüeile von Aegypten. Oliveriusscaii. 4.) ist der Meinung, dag derSultan Adel zur Schleifung desKchlosseS auf dem Berge Tabor ver-anlagt worden scy durch die Wieder-
herstellung dcS Schlosses der Pilger(vasrri dcrezrinornm) zwischen Cä-sarca und Chaifa, welches nur sechsMeilen vom Berge Tabor entferntwar: nnste lnifn, oa-tri (dercgrino-rnm) oansrrnorio ornsa dnisso clici-Inr cicstructionis ninnitiouis ittiussiit montv 'davor), gnnrn in camxolongo er lato, gni interjacer nion-tanis vasrrr vnfus er montis -davor,-reo L6,ninarv neo araro neo inetero
rnerum vavilantinrn in eo f oasrroikeregrinorum ). Jakob von Witry(exisr. II. p. ogz.) bebaitptet, derSultan habe die Burg i» der Ab-sicht zerstört, dis Besatzung sowohlzur Wertbeidigung von Aegypten, alsin einem Kriege gegen andere Sara-cencn zu gebrauchen.