Druckschrift 
6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
152
Einzelbild herunterladen
 

I- Ehr.>217.

152 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VH. Kap. VI.

Eine große Zahl der auf dieser und der ersten Heer,fahrt in die Gefangenschaft der Christen gekommenenmuselmännischen Kinder brachte der Bischof von Ptole,

Die Franke» sind aber gekommennach der Burg von Tur, lag annichts eS ermangeln; denn dieBurg von Tur isl Bagdad."Dieser Brief wurde also vor dem Ab-züge der Kreuzfahrer von Tabor ge-schrieben. Die französische Fortsetzungder Geschichte des Wilhelm TpruS(von Hugo Plagon berichtet lz?. 6 lli.682.) von dieser Belagerung also:Die Chriüen beschlossen, dis vierMeilen von Akka entlegene Burg Ta-bor zu belagern, waS auch geschah;eroberten ge aber nicht, weil der Sul-tan mit einem zahlreichen Heere sei-ner Burg zu Hülfe kam. Sie hobenalso dis Belagerung auf und gingenden Saraccncn entgegen ; eS kamaber nicht zum Kampfe, weil derSultan auf einer Höhe sich gelagerthatte, und dis Christen sich in derEbene befanden- Coradin (Moad-dhcm) kam zwar zu seinem Vaterund sprach:Gnädiger Herr, sicigtherab, damit wir wider die Christenstreiten mögen;'' der Sultan waraber nicht dazu geneigt und erwie-derte:Sehet, lieber Sohn, wie siebegierig sind nach einer Schlacht;ihnen ist es einerlei), ob sie leben oderumkommen, und der Sieg wird vontinS theucr erkauft werden müssen.Darum bin ich nicht geneigt, meineLeuts aufzuopfern. Seht aber auch,wie dieses zahlreiche Volk ohne Herrnist, und jeder nur von dem Seinigenlebt. Wenn sic daS Ihrige verzehrthaben werden, so werden sie nachHause gehen." Da der Sultan alsoin den Bergen sich verborgen hielt,

und dis Christen nicht mehr hoffenkonnten, dag die Saraccnen In disEbene Herabkommen würden - so kehr-ten die Pilger nach Ptolemaiü zurück,in der Besorgnis, dass der Sultansich zwischen sie und Akka stellen undihnen die Zufuhr abschneiden möchte.Jakob von Vitry sagt in seinem er-sten Briefe an den Papst Honorius

aagtiisisstmt, Leck ut totrrs clamatxoprilus, lam iir b-ro vice giism in»rrpra ckicta gtiornmäirm mala üclesiirteiacssic. Nach den morgenländi-schcn Nachrichten blieb Adel in sei-nem Lager bc» Mardsch Suffer, inwelchem er, wie Abu Schamah (acia. 6 -Z. kol. gi --r.) berichtet, noch zuder Zeit sich befand, alS die Frankendie Belagerung von Damiette unter-nahmen. Nach der von Herrn Nei-naud (Ilistoiro cko la sixit-me croi-sacko ct sie Iir prisc sie Oamicttocl'tigrbs Ics «arivains grabe», imlorrrnal asiatigirv, D. VIII. p. 20. )mitgetheitten kürzeren Erzählung deSEbn al Athir, welche mit dem aus-führlichen Berichte deS Abu Modaf-fer vollkommen übereinstimmt, dauertedie Belagerung der Burg Tabor sieb-zehn Tage, und die Besatzung warschon entschlossen, sich zu ergebe»,alS die Frankm durch den Verlusteines ihrer Führer bewogen wurden,schleunigst die Belagerung aufzuhe-ben. Dieselbe Dauer der Belagerungvon Tabor gicbl auch Makrisi (bei)Hamaker) an.