Berufung einer allgemeinen Kirchenversammlung. 91
erscheinen, indem er sich mit der Gefährlichkeit der Sce-^Ar.reise und der Unsicherheit'der Landstraßen entschuldigte,so erinnerte ihn Jnnocenz an die allgemeine Verbindlich-seit der Erzbischöfe und Bischöfe, die allgemeinen Kir-chenvcrsammlungen, auch ohne persönliche Aufforderung,zu besuchen, und an den Eid, durch welchen insbesonderedie Erzbischöfe zur Erfüllung dieser Verbindlichkeit sich ver-pflichteten. „Möge es," schrieb Jnnocenz, „weder dir nochirgend einem Bischöfe oder Prälaten in den Sinn kom-men, seinen Ruhm mit unvertilgbarer Schande dadurchzu beflecken, daß er von einer so schönen Fcyerlichkcitund einem so nothwcndigen und verdienstlichen Werke sichfern halte, und dadurch die Ungnade Gottes und unserMißfallen gegen sich zu erwecken; wir hoffen in demHerrn, daß derjenige, welcher dem Meere und den Win-den gebietet, nicht ermangeln werde, die Wellen der toben-den See zu beruhigen, damit den Schiffern die gewünschteRuhe zu Theil werde, und die Feinde und Ruhestörerzum Frieden zu bringen, damit der Wanderer sichereStraßen finde." In demselben Sinne schrieb der Papstauch an den Erzbischof von Upsala"). Während sol-cher Anordnungen erließ Jnnocenz, dessen Sorgfalt undAufmerksamkeit alles umfaßte, wodurch das Gelingen derKreuzfahrt befördert werden konnte, eine Aufforderung anden Patriarchen von Jerusalem, so wie an die Großmeisterder geistlichen Ritterorden des Tempels und des Hospi-tals, ihm genauen Bericht über die Macht des SultansMalek al Adel und den Zustand und die Verhältnisse derSaracenen zu erstatten ").
67) Lxisr. Iiinoc. III. L. XVI. igr.
vom Sr. Februar l2i4>
68) lacodi Ne Vi.tii.ico Iiistor.Oriciil. Lid. III. ( bky Uong.irsiu«)