46 Geschichte der Krenzzüge. Buch VII. Kap. I.
^ 2 °z. Als diese Feindseligkeit gegen die Ungläubigen wargeübt worden, so erwartete der König Amalrich die Er-neuerung des Kriegs auch von Seiten des Sultans Malckal Adel und der demselben untergeordneten muselmänni-schen Fürsten, und er beschloß unter solchen Umständenihren Angriffen zuvorzukommen. Sobald jene Schiffe inden Hafen von Ptolemais waren gebracht und derenMannschaft in Fesseln war gelegt worden: so ließ Amal-rich die Thore der Stadt schließen, damit den Heidennicht vcrrathcn werden könnte, was in Ptolemais geschähe,und in der Stadt bekannt machen, daß alle dort an-wesenden Ritter und wer sonst mit Waffen und Pferdengerüstet wäre, sich bereit halten sollten zu einer Heerfahrtwider die Saracenen, um, sobald sic den Schall der Hecr-paukcn vernehmen würden"), dem Könige zu folgen.Auch säumte Amalrich nicht, den Abt Martin des KlostersParis im Elsaß und dessen Gefährten, den Vogt Conradvon Schwarzenberg, als seine Botschafter nach Romainenzu senden, damit sie dem großen Pilgcrheere, welchesdamals bey Pera gelagert war, was in Syrien geschähe,melden und die Kreuzfahrer bewegen möchten, dem be-drängten christlichen Reiche im gelobten Lande schleunigstzu Hülfe zu kommen ").
Schon am Abende des Tages, an welchem die musel-männischen Schiffe waren erobert, und jene königlicheBekanntmachung zu Ptolemais war erlassen worden, riefder Schall der Heerpaukcn alle Waffenfähigen zu des
Abgeordneten mit der Bitte nn, Hülfenn daS Pilgcrheer vorConstantinopclsandte, schließen; denn Martin reistevon Ptolemais ab am dritten Tagsvor St. MartinSlag (y. November).
g6) Vankost com II orroit les inl-caires sonner. Hugo Plag. I>. 660.
87) kZumtlrcri Lllst. Loiisl. I. a.
Dgl. Buch VI. Kap. 9. S. 2S1. süs.