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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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Schicksal der französ. Pilger in Syrien. 4 t

zu stehen, indem er behauptete, daß er wegen des Fürsten,thums Antiochien keinen andern Richter als den Kaiservon Constantinopel, seinen Lehenshcrrn, anerkennen dürfte,und vorgab, daß ihn der Papst selbst auf das Ansuchendes Kaisers von der Verpflichtung, von einem geistlichenRichter in jener Sache Recht zu nehmen, losgcsprochenhabe. Obgleich Jnnvcenz dieses Vorgeben für unwahrund grundlos erklärte^): so wissen wir doch nicht, daßdiese antiochische Sache, welche in ihren merkwürdigenVerwickelungen kein erfreuliches Bild des damaligen Zu-standes der christlichen Herrschaft in Syrien darbictet,durch einen richterlichen Ausspruch entschieden wurde ^).Vormund blieb im Besitze des Fürstenthums Antiochien biszum Jahre 1216, in welchem Rupinus noch einmal vermit-telst der Verrätherey des Seneschalls von Antiochien sich derStadt bemächtigte; schon im Jahre 1219 aber wurde Vor-mund durch die Verrätherey des Wilhelm Farabel wiederHerr der Stadt Antiochien^).

Die abendländischen Pilger, welche, wie oben von^oz.^'uns berichtet worden ist, nach Syrien kamen zu der Zeit,als der antiochische Streit und manche andere kleinlicheMißhelligkeiten die kirchlichen und weltlichen Verhältnissevon Syrien verwirrten, fanden in dem damaligen Zu-stande des gelobten Landes weder Aufmunterung noch Ge-legenheit zu einer nützlichen Thätigkcit. Auch waren diechristlichen Fürsten in Syrien, so wenig sie mit einanderselbst in Eintracht lebten, noch immer mit den meistenheidnischen Fürsten in friedlichem Verhältnisse; und bald

74) linä. in ihnen wurde wahrscheinlich noch

?Z) Bekanntlich und die Briefe dsS weitere Nachricht über den FortgangPapües Jnnocen, des Dritten aus dieser Händel -u linden seyn.den Heyden letzten Jahren seines Le- 76) Marin. San. InU. 111. i>ars. XI.benS (1214. ins ) nicht vorhanden; c, ü. ,>. so6. oax. y. sog.