40 Geschichte der Krcuzzüge. Buch VII. Kap. I.
I. Cbc.rsio.
diesen Waffenstillstand brach, mit seinen Schaaren in dasFürstenthum Antiochien einficl, das Land mit Feuer undSchwert verheerte, selbst die Güter der Kirche nicht scho-nend, eine Beute, deren Werth zu mehr als hundert tau-send Byzantien geschätzt wurde, hinwegschlcpptc, und über-haupt manche andere Feindseligkeiten gegen die antiochischeKirche übte: so ließ Jnnoccnz den Bann wider den Königdurch den Patriarchen von Jerusalem erneuen, und auchwider dessen Neffen Rupin, so wie alle andere, welche Thcilhatten an den Verbrechen des Königs, den Bann verkündigen;auch untersagte er den Königen von Jerusalem und Cypernund deren Baronen, so wie den geistlichen Ritterorden undallen Christen in Syrien jede Gemeinschaft mit den Gebann-ten^), und der König Leo versöhnte nicht den Zorn desPapstes dadurch, daß er in einem demüthigen Schreiben anden Patriarchen von Jerusalem um die Lossprechung vomBanne bat, den Templern vollkommene Gcnugthuung ver-hieß, und den apostolischen Vater von neuem aufforderte,in der antiochischcn Sache das Richtcramt zu üben. Viel-mehr eröffnet« Jnnocenz dem Patriarchen als seinem Lega-ten seine Meinung dahin, daß der König Leo durch seinetreulose und frevelhafte Verheerung des Fürstentums An-tiochien sich jedes Bcystandcs der Kirche unwürdig ge-macht hatte
Obgleich diese Umstände keine für den König von Ar-menien günstige Entscheidung der antiochischcn Sache vonSeiten eines geistlichen Richters erwarten ließen, so wei-gerte sich Boemund dennoch, vor dem Patriarchen vonJerusalem, als Legaten des apostolischen Stuhls, zu Recht
liipist. Innoo. III. lao.XVI. 2 .(an den Köniz von Armenien vom2 g. Fcbr. i 2 iz).
73) Idiä, XVI. 7.