34 Geschichte der Krcnzzüge, Buch VII. Kap. I.
'dessen Widersacher zu gewähren lm Stande war: so glaubtedoch Boemund, von dem Lehenshofe zu Constantinopcl einihm günstiges Urthcil leichter und sicherer erlangen zu kön-nen als von Geistlichen, welche aus Rücksicht auf die nochneue Verbindung der armenischen Kirche mit dem römi-schen Stuhle geneigt seyu konnten, die Ansprüche des Kö-nigs Leo zu begünstigen. Der Fürst Boemund kam alsonach Ptolcmais und leistete daselbst der Gräfin Mariavon Flandern, als Stcllvcrkrctcrin ihres Gemahls, desKaisers Balduin, die Huldigung unter solchen Um-ständen konnten die Bemühungen des Abtes von Lucediound seiner Genossen, den Frieden in Antiochien wiederherzustcllen, ebenfalls keinen Erfolg haben.
Boemund erlangte dadurch, daß er sich in den Schutzdes Kaisers von Constantinopel begab, kelncswegcs densichern und ungestörten Besitz des antiochischcn Fürsten-thums; vielmehr wurde im siebenten Jahre dieses lang-wierigen Streites dem Könige Leo die Stadt Antiochienvon dem dortigen Patriarchen und der demselben gleich-gesinnten Partey der antiochischcn Geistlichen, Ritter undBürger geöffnet"); der König zog mit seinem Heerefeyerlich und friedlich in die Stadt ein; in der St. Pe-
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Z9i Nacli der Erzählung des KönigsLeo in dem Briefe an den Papsi, wel-chen Rainald mitgetbcilt hat (anna-ies reales, aü a. 1205. h. Zg.), schick-ten der Patriarch, die Barone und
der größere Theil der Bürgerschaftvon Antiochien (äoiuinus ct venc-radilis z.atriarclnr enm rciriverso
verso i-oznilo), NM größeres Unglückvon sich abzuwcnden, Botschafter undBriefe nach Armenien und ludendurch dieselben den König ein, mitseinem Neffen nach Antiochien zukommen und Bcsiß von der Stadtund dem Füriientliume zu nehmen.