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6 (1830) Geschichte der Kreuzfahrten nach dem gelobten Lande während der 1. Hälfte des dreyzehnten Jahrhunderts
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30 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VII. Kap. I.

andern billigen und einsichtsvollen Mann zum Richter inder antiochischcn Sache zu bestellen, und den Tempelherrenanzubcfchlen, daß sie nach dem Bcyspicle der Ritter desHospitals und anderer frommer Männer die gerechten An-sprüche des Prinzen Rufinus auf das Fürstcnthum An-tiochien zu unterstützen hätten. Auch der Katholicus Jo-hannes von Armenien bestätigte in einem an den Papstgerichteten Schreiben die Klagen seines Königs als voll-kommen gegründet und bat angelegentlichst, daß derapostolische Vater zum Heile der ganzen Christenheit diearmenische Kirche als eine neue und noch zarte Pflanzegegen den zerstörenden Arm der anmaßlichcn Tempelherrenschützen, den Stolz und Uebcrmuth dieses Ordens zähmen,und den Frieden und die Eintracht zwischen demselben unddem Könige von Armenien befestigen möchte.

Jnnocenz der Dritte mißbilligte aber die Reise derbcyden Legaten nach Constaiuinopel, weil sic das heiligeLand verlassen hatten, ohne ihre dortigen Geschäfte zuvollbringen, und zu einer Zeit, als die syrische Kirche,welche durch den Tod des Patriarchen von Jerusalem warverwaist worden, ihres Raths und Vcystandcs höchst be-dürftig war. Er mißbilligte ihre übereilte Abreise ausSyrien um so mehr, als durch ihren Vorgang nicht nurdie meisten der Pilger, welche nach dem gelobten Landegekommen waren mit der Absicht, das Land wider dieHeiden zu vcrthcidigen, sondern auch der Erzbischof vonTyrus und viele andere in Syrien einheimische katholischeChristen waren verleitet worden, ebenfalls nach Constan-tinopcl sich zu begeben, und das heilige Land auf einegewissenlose Art den Feinden Preis zu geben. Indem In-nocciiz überhaupt dem Legaten Peter seine Unzufriedenheitmit dem von ihm in Syrien sowohl als in Constantinopcl