22 Geschichte der Krcnzzüge. Buch VII. Kap. I.
sich zu mischen. Der Fürst Raimund, indem er sich vondenen leiten ließ, welche diese Grundsätze aufstellten, nahmvon dem päpstlichen Legaten gar keine Kunde. Suffriedverließ daher nach einiger Zeit, ganz unverrichteter Sache,Antiochien. Mit krankem Körper, und verlassen von allenseinen Begleitern bis auf Einen, welcher das Verfahrendes Legaten in dieser Sache vollkommen billigte und dahergetreulich bey ihm ausharrtc "), begab sich hierauf derCardinal nach Margath und verweilte dort, noch immervon heftigen körperlichen Schmerzen gepeinigt^), so lange,bis der Cardinal Peter, welcher mittlerweile zu Ptolemaisangckommen war, ihn dringend und durch mehrere Schrei-ben cinlud, zu ihm zu kommen.
Der Cardinal Peter war in seinen Bemühungen, denantiochischen Streit zu beendigen, nicht glücklicher, alsSuffried gewesen war. Zwar luden ihn, nachdem er zuPtolemais gelandet war, beyde streitende Partcyen ein,nach Antiochien zu kommen; als der Legat aber dieser Ein-ladung Folge leistete, so fanden gleichwohl seine Vor-schläge kein Gehör, und der König Leo war eben so wenigals der Fürst Bocmund geneigt, weder einen billigen Ver-gleich zu schließen, noch ihre Sache den beyden päpstlichenLegaten zu friedlichem Austrage oder zu rechtlicher Ent-scheidung zu überlassen. Der König Leo berief sich viel-mehr auf den Schutz, welchen der apostolische Stuhl seinerSchwester Alix und seinem Neffen zugesagt hatte, und be-stand darauf, daß zuvörderst der Fürst Boemund aus dem
44) Lxcexito riuo, yni Udeliter erH>rul1eiiter milii astilic irr roro rre-
Kl'tio. Bericht des Cardinals Suf-friev an den Papst in den 6estis In-riooeiuii o. ng.
4L) I 7 d»i lalioravl, sieur Oeris vo-luir, ad mortem. Ikid. —Mar-
gath (bey den arabischen GeographenMarkab) liegt zwischen PaneaS undTvrtosa.