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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
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Deutsche Privatbricfc des Mittelalters.

5S0.

KurkharL von lUeischach'i an seinen Kruder Kikgrin von V^lscßach denäkteren. Ohne Ort. 1498 Oktaler 28.

Freude über die Besserung seines Befindens. Ist mit Einrichtung einer Fahrzeit einverstanden.Streitigkeiten mit den Nachbarn. Bezüglich seiner Hoffnung, ihn zu beerben, versichert er ihm, das; erihn und seinen Sohn in seinem Testament bedenken wolle. Bedauert den Tod der von HclmSdorf.Will für seinen Enkel sorgen und hat sich u. A. bei dem Bischof von Spcicr für ihn verwandt. Sagtseinen Besuch in Stoffeln zu. Wünscht der Frau des jungen Bilgrin glückliche Entbindung. Ersuchtum Auskunft, wie er am besten nach dortigem Recht für Bilgrins Sohn sorgen könne.

Frciburg i. Br., v. Reischach'schcs Archiv. Or.

Min früntlich, willig dinst züfor. Arber brüdcr. Als du mir nest gc-schribcn, der dattem wist uff sant Michels tag ncstfcrschinen, und mclst diukrauckcit, die sich gebessert, des bin ich wol arfrauet, und hass got, nach langzit besert werden, das nur noch srvllich mengen tag mit ern by ainanderfertriben m. Und als du in willen bist, unsern satter und mutter und fordern,och uns; und unssern wiben jarzit^) zu machen re., gefalt mir wol, und soich küm, wil ich helffen nild wil dir darzü geben 10 gnldin züstnr und, lvoes not ist, helffen bessern. Der nrdcll halb Worms; wil ich in nnt ersthelffen handeln. Und du mir schribst, wie sy dich arsüchen umb zechenden,darnmb du ain fertrag hobst, das las; dich nit iren: sy müssen der nnbillichcnHendel müde werden. Ten und ainncr kan nit lcnger fride haben, den sinnachbür wil re?) Und du mir schribst diner dochter ungloblich fnrncmen widergcli'ibt und aide, und sy uff min erbe hoffen, mit bit und armanünge brüderlichtrüwe, och mir des ain rantschlag geschikt re.: nün Han ich dir hiefor, nest lvirby ainander waren, gesagt, das du gedechdest/) wie im dün sye, ich besorge,der koffc^) möcht nit sofil krasft haben, so wist ich nit, wie die lechenbrieffwisten, so du nit fersorgt mit dün sün lvercst, das er bas fcrsorgt warde. Danmin lville stet mir bas dir und dim sün und unsserm stamcn, den andernund bin gütwillig, dich und din sün besten helffen fersvrgcn, somit ichsern und sellen halb dün mag. Und bin in willen, so erst ich kan, künienhinuff dir, darin handeln. Und, ob got über dich oder mich gebüt, als wiralle in goz gnadt stand, so bis an züsfel/) din kinde sollen von mir onfergcsscnsin. Darnmb habe kamen nnmüt, den in mincr hnßfrauen und mim thcstenmentbist begriffen, ich wilsmit raut bas fersorgcn helffen. Den min fetter Bilgrin,jez als er by mir was;, gar gütwillig gehalten und arzvgt, und min hüstmaistcrUhaut och ain güttcn willen nch baidcn lc. Und als du meldest, wie die altvon Hclmstvrff Lindo ferschaiden, der selten welle got barmherzig sin! unddin süns; dochter an ir stat kümen, wiewvl mir umb die alt laid ist, so aberwider got nit dün, sünder sinenn lvillen lassen, so bin ich doch wider frölichund höre cs gern, das din dochter an ir stat kümpt. Und ich wil dins; süns;

0 Älterer Bruder Bilgrins, Badischer Hofmeister in Pforzheim. Kirchliche Jahresfeier znmAndenken an Gestorbene. °> Die Stelle berührt wohl die Streitigkeiten mit den Stofflcrn. über-legen. °) Kauf. °) Zweifel, o Hier und später wohl scherzhaft für Hausfrau.