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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
574.
Hans Sros, genannt Hainguker/s an Kikgrin von (Reischach. Zürich.
1483 Februar 23.
Berichtet über seine Thätigkcit in Bilgrins Rechtssache mit Adam Kran. Er l,abc sich mit derBase des Stadtschreibcrs vermählt, habe aber dessen Sohn gegen sich. Man behaupte, er sei ein Bastard,nnd so habe er bereits von dem Rat von Konstanz ein Zeugnis über seine eheliche Geburt ctngcholt-Da nun doch in Zürich behauptet werde, er sei der Sohn Reischachs, bitte er um seine Verwendung.Seine Frau sei eine gute Partie gewesen, und er habe noch mehr zu erwarten. Darum liege ihm angutem Leumund.
Frciburg i. Br., v. Rcischach'sches Archiv. Or.
Edler, vester, bcsunder, günstiger, lieber junkhcr. Nachdem und ir mineuHerren geschribcn haben, mit Adam Krön und sincm gemahel zu verschaffen unddarvb zü sind, das sy minen Herren von Costentz, wie ir, umb beladnng, an-nemmung nnd usztrag^) der sach, darumb ir irrung Hand, bittind w., habent minHerren mir befolhen gehebt, dem Krön und sincm gemahel daruinb ze schribent,das von nlir zü dem allertrüwlichesten nnd besten beschehen und geton ist. Undals üwer pott hinweg Ivas, e ich sölichs verneine, Hab ich den briefs, so demKrön und sinem gemahel gehört, sust ch inen by einem andern bis gen Schaf-husen in des Schilpen hus; überantwurten lasen und daby dem Schupen ge-schriben, das er inen den fürderlich und, so erst er mög, antwurt nnd schicke.Dann in wclichen suchen ich üch gät, nuzbar und crschiesenlich Z dienst bcwiscnköndte, söltind ir mich als nwern gehorsammen, zü dein min Herz geneigt ist,allezit willig nnd unverdrossen finden.
Sch, besonder, lieber junckher, min Herr statschriber hat ein tochter, die sinbas nnd im verwandt ist, by im in sincm hus langzit gehebt nnd noch. Daer nün allweg und mengmäl, so er dann frölich was, gegen ir und mir redt,wir beide fügtind°) eben züsammen, demnach und dazwischen, so ich nit andersdann güten willen ergriffen mocht, sy desglich och nichtzit anders an den irenerfaren, haben wir beide einandern zü der heiligen e genommen, darzü unsder almcchtig aber und aber befristung, eren, glück und gütz verlihen welle!In solichem, so das beschehen und nsskomen ist, hat mines Herren statschriberssun, der by dem Füchten sich vor etwas jaren zü Wingartcn enthielt, sich deszü leid und trotz angenommen nnd geredt, das sye minem Herren, im nndseilien brädern, och fründeil von etlicheil, die inen nit güts glmnynd, zü wider-drieAb) nnd hindernüs mir geraten worden, und ich sötte das minder^) getonund mich an etlicher und derselben luten rät nichtzit gckert haben. Und alsich das glich angends ch vermarkt, gieng ich ns dem hus;, desglich sin bas, nndschickt einen des räts an minen Herren, der im sagte, das solichs von mir ingüten trüwen und aller früntschafst und nitt durch trotz oder leid noch durchjemands rät och usswyscnb) beschehen were, sunder dergestalt, das ich lieber züim und deil sincn früntschafst haben und süchcn Welt, dann szus andern. Da min
p Derselbe scheint früher Schreiber Reischachs gewesen zu sein, da seine Handschrift in dessenUrkunden öfter vorkommt. *) Schlichtung, Entscheidung. sonst. H gedeihlich, b) paßten. °) Verdruß,Ärger. ') durchaus nicht. anfangs, d) Auskunft, Belehrung.