Edle imd Ritter.
881
das ich des niincn vatter verautwnrteu will, Iva ich vernhmm, das du söllichsnssschribst oder Vvti iinm redest, daby man verstat, das du im unrecht tust, undsich iu kaiucr wcirhait finden mag. Dünn er mit dir in recht stat zu Stogkächuiub die stugk alle, sv du zü im ze sprechen hast, und ist uit an im selbs, alsdu das nssgibst. Als du dünn auch anzüchst vichtrib halb, sv zü den schlössenhören, maiust, zü gepurlicher zit ze gcbruchcn bcbvlchcu itss ursach, habist dichdarumb übcrflüssigs rechten eittschaids erbvtten, und mir gepürc uit, darüberdich usserhalb des rechten ze pfennden, vichtrib halb maiust, zü gepurlicher zitze brnchen, wie dünn daS diu brieff jinheltj, gönndt man dir wvl, über dasunser uss und inzetribcn ungevüriich uff das diu. Aber als du understastund haist diu Vvgt mit dincm und sinem vich in das unser triben itnd unsschaden damit thün, in dem und uff dem das min vatter und all sin vvrdcrnin nützlicher gewerech in Hand gehept, lcuger dünn ycmant Vcrdeugkcu möge,und svlt dir das uit Ivcren noch daruff Pfennden, ich witrde sin dünn Vvr mitrecht mit dir entschaiden re.: ist frömd und uubillich von dir ze verneinen.Svlt dir das nachgelassen werden, sv hettestu gilt machen. Dünn du mvchtistmir hicuach aber ettlvas ansprcchen und dir selber ain gcrechtikait ufftrcgendurch dine erdachte wort, die nye Ivcren gewesen, und bnttist denn aber dich,maiuen, mit recht ze entschaiden. Werc dir güt, du möchtist nichts verlieren,dünn das vor nit diu ist. lind wiss, das ich will understan, ze behalten, dasmin vatter üllwend') inn hat gehept, wir wcrdint dünn des mit recht entsetzt,und will diu mütwillig, erdacht füruemen darnss ussgcben nud schribeu, damitman verstand diu uubillich füruemen, und dir nit gehengt^) werde dius willens,darzü du noch din vatter noch kain diu »ordern recht Hand gehept. Und diuvatter und ander haben uns scmlichs srevcls und fürncmens vertragen, so dufüruimpst, des wir auch billich von dir vertragen würint. Sv züchst mich an, ichHab ettliche wort, zchendten berürcndt, jgcmclts, die du nit gemergkt habist, darumbforderst nud bcgerst underrichtung des stugks halb: ist nit not. Dünn minvatter und dü stou in recht zü Stogkach, der wurt dich des daselbst undcrrichtcnumb das und andre stugk. Fürtcr, sig mir nit autwurt worden umb minelange, unnütze wort, mag ich dich schriftlich berichten, so wöllist mir fürcr ant-würten, daby man Ivol crkent, das du dir selbs gar wvl gefelst mit dincrhochmütigen autwurt, die mit langen, halben, zwhhfalten Wort, die für nicht sind,dünn sh sich nit glichen nach minen Worten, so ich zü Engen geredt Hab vvrmüngen und dir uuder ongcn/) mir zü nutz und dir zü kainem glimpff nochnutz vernommen noch gemergkt sigen. Geben uff zinstag nechst nach dem hailgcutag zü Pfingsten anno im 75. jär.
Haiurich von Stoffeln.
(Adr.) Dem edlen und Vesten Bilgrin von Rischach zü Stoffeln.
Bgl. den Ausdruck: Nutzgewer, voller Besitz uud Ertrag. allerwegetl. gestatten, zugeüeu,wozu keüt A'ccht da ist. *) iu deiner Gegenwart.