Druckschrift 
1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
Entstehung
Seite
374
Einzelbild herunterladen
 

374

Deutsche Privntbriefe des Mittelalters.

werden sol, haust du mir gcschribcn und dich cttlicheu furkumeus erbotten, abdu schuldig sigcst, mich bas und hoher zu halten, wie das derselb bricff amdata uff mentag nach sant Dvrcnten tag in disscn jar luten ic. Han ich dirgeantwart, mich bernr svllichs eulain nit, snnder mincn brüdcr, den du darinnmeldest, ander unser srnntschafst und den gcmaincn adcl: an die tvell ich svllichsbringen, din schriben hären laussen und dir dann derer antwart geben ie.Hab ich solich din schriben mcr Ivann an einem end vil Heren, ritter riitdknecht sclbs und durch min fründ Horen laussen, iren ratt, tvillen und mainnngdernnmen. Und bind nit, das nvtt sig, derer zu lnttrcn^) nvch zü erkennen,nmb das daz der gemain adel in Welt herbracht hatt, und dit knmcrst dich mitsachen, dir nit znstand . . .") gingest nff die trinckstuben tind barsch dort,2) wieder psefscr und sonders) kafstnanschach dan Alexandria und Parzalany gen Bencdesknm, und wie der bairchattdücher gewechselt werden, zimpt dir bas, denn denadel zu rechtvertigen. Du schribst mir mcr tvam: in ainem brieff, du wellestdatvidcr werben und thnn re.: bin ich in grossen sorgen bisher gcwcsscn, dazich ser varcht, du thcttest dich gen Bchem und wurdest bnrger zu Brag. Sv dumich aber gen Rottwil furgcnnmen haust, tvill mich bednnken, dti niainest, ichmng dich da nit wissen, und schussest dilicht gern ainen balz dem andern nach,ab du den ersten zu hoch als nider geschossen hcttest.

554.

Hans von (kandeck an seinen Achwager Mkzrin von sUerschach. OhneOrt. 1468 Mürz 12.

Kan» irgend einen Wunsch nicht erfüllen, »veil er mit denen Non Stein schlecht steht.

Freiburg i. Br., v. Reischnch'schcs Archiv. Or.

Min früntlich, tvillig dicttst bevor. Lieber schivager. Din begereti Han ichverstanden und stieg dir zü wyßen, das ich mit denen von Stain etivas schragsston't) etlicher armen lüt halb, so denn an das schloß Rossnegg gehörend. Undoch in snndcrhayt so wil ich mit dem Hommessengcr nnnt zü tütid Han. Hat

sich begeben, noch diewil min Herr bhschofs Bnrckart^) in wirdcn getvcssen ist,cttlichcr schtilden halb, sv im byschvff HainrichO) zü tünd was, daz sich etivaswort begaben, mir ingcdenck sind. Wietvol ich dir in aller zimlichhayt byllichzci dienst wsisrd und ich och in ander weg gern tün wil: des sott du snnderzwissel sin, Wan du hast als güt nmb mich beschult, und byt dich, mirs imbesten zü vcrnicrckcn. Geben nsf samstag vor remenyseere im 60.

Hans von Randegg, ritter.

(Adr.) Dein edeln lind festen Bylgrin von Rischach, vogt zü Bregenü,mincm lieben schwager.

V erläutern. Bgl. Grimm, D. Wb. 8, 888: einen Richtcrsprnch nn die höhere Instanz ziehen,auf dast er erläutert oder Ncrbesscrt werde. Der ganze PassnS ist sehr schwer leserlich. auSgestrichc».0 gespannt stehe. '') V. II. vm, Randeck, geivählt I t 82 . ») Heinrich IV. neu Häwcn, gelv. 1t8ö.