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Deutsche Privatbriese dos Miltelaltcrs.
549.
Hans Gessrer an Kikgrin von (Reischach. Ohne Ort. 1468 Januar 8.
Verwahrung gegen Reischachs Beschuldigungen, wegen deren er schon wiederholt gerichtlicheEntscheidungen angeboren habe. Zurückweisung von dessen Beschwerde wegen unbilligen Dützens. ReueAufforderung zu gerichtlicher Entscheidung.
Freibnrg i. Br., v. Reischaclssches Archiv. Or. '
Hans Bcssrcr?) Dn Bülgri von Rnschnch hallst lnich in din gcschrifftcuuutzhcr mit dar unwanrhait unvcrschult gcschuldigct, daz mir swallrklich") mingclümpf und cre bcrürct, über das ich mich daruff gnügsanwnlich für Harenund statt in min gcschrifftcu, gegen dir zu recht fi'irzckvmeud, herbottcn gehaptund nie anders begcrt Hab, dann daz nach unser bayden taileu fürtragen fügund nnfüg in unverdingtem rechten erkennen und nßsindig iverdcn zü lanssen.Der wvlgcborcu min gnädiger her, granff Jorg von Wcrdcnbcrg, haut dir michdarzü geschribcn,") mich by demselben rechthcrbictten bcliben lanssen, nachdemich siner gnaude dicner bin. Daz alles haut mich uutzhcr nit vcrvangcn/) sonderdn haust svlichs veracht und vcrmainst mich gautz nach diilem ivillen ane rechtmit der unwanrhait ze schmähen und ze halten, meldest mich daby, ich Hab dichnnbillich gcdutzt, und mainst, darnmb raut ze pflegend. Tut dir alles nachunser baydcr herkomcn, und ich main, dn noch nit Priester bist worden, nitnot, und hast söllchcr schmächwvrt klaincn verstand, angeseheil daz ich in dendingen mit dir gantz ichzit ze Handel noch ze werben gehept, sonder zü Rottwildarinne minthalben gePürlichcS gehandelt lind recht getan Hab. Vordren hernffaber an dich, wie ich erenhalb sol, uochmauls mit nur umb din vordrnng zürecht fürzekomend, ilff lvelhcii Heren oder statt dir fügch) >vie ich dir Vvrmaulsin min geschrifftcn bcnempl und fürgcschlagen Hab. lind solt all ztvyffcl sin, alle-lvilc dn mir also unvcrzogcnlich nachzckvmcnd nit züschribst und nachkomst,das ich darnmb miuen Heren, frnnd uild günner raut haben, dawydcr lverbcnund tün wil, als ich hoff, daz mir miner ercu halb wol gepnrcn lverd. Gebenluid mit mincm by ende der geschrifft nffgedrucktcm insigel besigelt nff Erhardiepiscopi anno .'e. 68".
(Adr.) Dem Bülgri von glüschach, Vogt zü Prcgentz.
550.
Johann Truchseß von (MakLkurg an lKikgrin von (Reischach. Tranchbnrg.
1468 Januar 13.
Will ihm gegen Bessrer helfen Mid rät ihm dringend, die Sache nachdrücklich zn »erfolgen. Anf-fordcrnng zn Persönlicher Besprechung. Anch Reischachs Bruder falle gegen jenen anftrclen.
Freiburg i. Br., v. Rcischach'schcs Archiv. Lr.
Aciu früutlich dienst zuvor. Lieber Bylgriu. Diu schribcu und Haunsen
p In späteren Schreiben wird er HanS Bcssrcr »an Rapcnsburg und „Bürger" genannt, 1170aber als wohnhaft zn Lintach s— Lindach) bezeichnet. Sehr ergötzlich ist bei diesen! Rangstreit, wieein jeder durch das Sehen seines Namen» über den Brief, also durch Überschrift anstatt der Unterschrift,sich als den dem andern Übergeordneten zu erkennen gicbt. Vgl. dazu meine Geschichte des deutsche»Briefes Bd. I S. 4». schwerlich, im hohen Grade, sehr. Das Schreiben ist erhalten -I. ä. 1U>7Oktober 12 jmcndag »or saut Galln tag: ebenda, Or.). frommen, nützen. >"') Passen.