362
Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
wcincu kam gewin nicht gehübt Han. Gcpiet mir allzeit als cuerm tvilligendiener! Geben in Tanfers am freitag nach sant Appvllania tag anno re. 40'"° 7'°.
Hanns Krafft, richterin Tanfers.
(Adr.) Der edcln nnd vesstcn fraucn, fraü Margareten, geparn vanSwangaü, meins Herren, Hern OSwalts van Walkcnstein / seligen wittib, meinergcncdigcn, lieben franen.
536.
Niger von Lastest', Joitner, an Pareivak von -AnnenLerg?) Trient. 1448Februar 19.
Sendet Wein. Bitte um Verwendung für ihn bei dem Landesherren wegen seiner Provision?)
Wien, K. K. Pvstmilseum. Lr.
Gedruckt: Zeitschrift des Ferdinandeums. 3. Folge, Heft 37 S. 376 f.
Mein willig, nndcrtcnig dienst Var. Lieber Herr. Ich schickh en beyzasisger diz bricfs ain fudcr güten Vernetsch, daz ir und cnr gut freund dievasten ze trincken habt. Bit ich cu durch meiner dienst willen, ir wallt michmeines Herrn gnaden bevelhen nnd auch meiucm Herrn, dem hanptman vanmeiner pravisian wegen, als mir sein fürstliche gnad verhaissen hat, daz ir mirdarzü bchälffen ivert, da ich die gehaben machte nnd cnr hillff darinn möchtegeniesten. Svlte ich aber danach nicht incr fragen und chaiu traft darzü haben,sa wallt ich mich sein verwegen/) ze verschon?) Lieber Herr, lasst mich eu inallen fachen bevalhcn sein, des ich guten traft und gantze Hoffnung Hab undnmb euch gctrciwlich ivil verdienen. Geben ze Triendt an montag nach remi-niscere in der vasten anna damini w. 48°. C.stolst bürger
und zvller ze Triendt.
(Adr.) Dem strengen, edln nnd Vesten Herrn Parzcvaln von Anncnpcrg,bnrgrave auf Tiral, meinem gnedigcn Herrn.
537.
Kertha von Liechtenstein an ihren Kruder Heinrich von Nosenkerg.
Nikolsbnrg. Ohne Jahr (1450)?)
Launige Faschingsepistcl. Scherzhafte Bestrafung eines von ihr entsandten NarrenWittingau, Fürstl. Schwarzcnbcrgschcs Archiv. Familie Liechtenstein. Or.
Aicin tvillig dienst bevor. Lieber bruder. Ich schitch eu hie zu mein
vaschungnarrcn, und mir in seiner narrcnwais vil süss gossen hat, nnd lazz en
Er starb 1445. 2 ) Burggraf auf Tirol und Vertrauter H. Sigmunds. 3) über die Provisionäre,denen große und kleine Summen jährlich angewiesen waren, vgl. Jäger, Gesch. d. landständ. Verfass.Tirols II, 2 , S. 279 ff. *) sich wozu entschließen. °) Die Lesung ist unsicher. Das Original konnteich nicht mehr einsehen. Ihre Hochzeit war am 9. November 1449 gewesen. Nach der frohen Stimmungdes Briefes mutz derselbe in den Anfang der Ehe fallen, da bald die neuen Verhältnisse sie autzer-ordcntlich verbitterten. Vgl. v. Krones, Bertha von Liechtenstein (Zeitschrift des Vereins für dieiÄeschichtc Mährens I, 2).