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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
gebcdcn habt von des artzcs wegen, mit yme Vvn dcit sachcn zn redden, lassen ichnch lvisscn, das ich mit yme davon gcrett und yne darumb besprochen Han. Derhat mir daruff geauttvnrt und das zu dieser zijt abcgcslngcin Dau er sich nochnit verändern') wil. Hernach wisset tich zu richten! Dan womidde ich tUvcrliebe und frnntschafft myncn dinste bewijscn mochte, Ivere ich allczijt willig.Datum t'sria guinta post Llario Nagäalons anno 1439.
Jacob Strvlnbcrg.
(Adr.) Dem festen Francken von Croneberg dein alden, mymc bcsundern,lieben frnnde.
525.
OsivakL von (WokKenskoin der jüngere an Hans von (Dikanders. OhneOrt und Jahr (1440? Oktober 27?).
fordert die Rückgabe dev von seinem Pater jenem übergebenen Pfnndsnmme samt Zinsen.
Nürnberg, Germ. Nat.-Museum. Wollenst. Arch. Konzept.
Aicin ditist. Lieber Hans. Sulch gut undc Hab, so dir dann mein Herrunde Vater zn getreuer haut aufs snnder wolgetrancn zu behalten geben hat,^)darnmbe ich dein brieff undc sigilt innhab, nachdem als mir unde meyncnbrndcrn das unser Herr unde Vater nbergegebcn hat, an dich zn erfordern undcinznnemcn, des du im vor langer zeit noch gelegenhayt der suchen schuldigtwerft gewesen, wider zu antwortten, undc besunderlich noch solchem gehays;, durchdich an im unde auch an uns zn thun, des wir dir zn dangken soldcn haben,des wir auch gute knntschafft haben darüber, ce unde wir zu grasen, vorderp-lichen schcden komen sein: nn bcgcr ich noch an dich von mein undc meinerbrudcr wegen, du wollest uns sulch getrauter Hab, so dir dann unser Herr undeVater zu getraucr hant befolen hat, mitsampt dem jarnütz, den du auch unbillichcingenomcn hast, heraitßgebcn unde antwortten unvorzogenlich, zn behaltenmcrgklicher schedcn vorbchebt. Wolstu aber des nicht thun unde aber lcngcrVorzehen, des wir nicht getrauen, so vorstunstu wol, das uns snlchs dy (englücht mcr von dir leidelichen wer. Unde laß mich darnmbe dein vorschribenantwort wissen. Gegeben am nesten Pfinztag noch sent Urselen tag, dein heiligenjungfrancn. Oswolt von Wolgkcmstain der jünger.
(Adr.) Dem Vesten Hansen von Flnnders.
verheiraten. Diese Bedeutung ist wenigstens hier wohl anzunchmen. -) Hans vonBilanders, ein entfernter Bctter des bekannten ritterlichen Dichters Oswald von Wolkenstein, hattedie Freilassung desselben aus der Haft, in die ihn seine Gegenpartei 1421 gelockt hatte, 1422 dnrchseine, sowie Michaels von Wolkenstein, Hansens von Frcundsberg und Hans Velseckers Bürgschaftbeim Herzog Friedrich von Österreich bewirkt. Oswald hatte hingegen den Bürgen seine Habe zn ihrereventuellen Entschädigung verschrieben. Hans von Bilanders benutzte die Notlage des Dichters, nmweitere Verpfändungen von Geld und Gut zu erlangen und auch Darlehen von ihm zu erpressen,verzögerte und verweigerte dann aber die Rückgabe. Auch vor die heilige Vcme hatte ihn Oswald1429 vergeblich laden lassen. Darauf bezieht sich null auch der obige Brief des Sohnes. Es entstandwegen dieser Sache auch völlige Feindschaft zwischen den Wolkensteinern und dem von Bilanders. Siespielt bis in die 60er Fahre. Vgl. dazu Noggler in Zeitschrift des Ferdinandeums 3. Folge, Heft 26S- 137 ff und S- 157 und Mitteilungen ans dem germanischen Nationalmuseum 1692 S. 89 ff.