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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
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Deutsche Privcitbriefe des Mittelalters.

wijvt alsus lange verzagen havcn, bat svelen wir oere liefden dairvan waiisaget!, als wir, af gvt will, by uch kveinen. Jude wir senden uch, lievc brocder,ewenich^) stvarz dvex zoe eyme wanibocs, inde bidden nch, dat nyet Nur archzoe nemen. Inde af ir, licve brveder, cyt wvelden, dat wir vermachten, dairsoe wilt ons alzijt bereyt zoe tvissen. Linse her von hcmclrich mness uch, lievebroeder, alwege bewaren! Gegeben des dinxdagcs nae lltcmigi nostro snb siZillo.

Bcargaretha van den Berge, grevinnevan Cleve inde van der Marcke.

(Adr.s Unfein herzenlieven, gemynden brveder, dem Herzogen van denBerge inde grcve zü Ztavcnsberge.

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Horzozm Margarete von Kramrscßiveig an ihren Kruder Gerhard vonKerg, Domproöst zu Uökn. Münden. Ohne Jahr (1401 >?s), No-vember 11.°)

Kündigt ihre Reise zu ihren Eltern und eine Wallfahrt nach Aachen an.

Düsseldorf, Staatsarchiv. Jülich-Berg, Litteralien -L. 4. Or.

Unsen früntlichen grüß unde waz >vir alziit liebiz, cren nnde gudis vir-mogen, bevor. Hochgeboren fürste, herzeliebe bruder. Wir thun utvir frünt-lichen liebe wissen, daz wir uff dnßin ueiften süntagh ußzihcn, also daz tvirtvillin habin zu nnserme Herzinlieben Herren, unfern fadire, nnde zu tlnser herzin-liebin franwin, unser mudir, unde dan fordir unser bedefard zu wallinde zu unserlieben franwin zu Ache, darhene tvir uns gar flißlich gelobid unde gebedin habennmme mangirhandc suche nnde widdirstande, alse uns dnßis jares gar swerlichirsundin Haid, nnde sundirlich nnnne den erwerdigen, unfern herzinliebin Herren,unfern bruder von Pawvrne, darvan tvir gar sere unde hertlich betrubit syn,also daz wir van noiden unde gelobedc wegen unser bedefard nicht virhaldenmögen. Onch, allirliebiste bruder, alse nwir liebe wole tvihintlich ist, daz wirund dem hochgeboren nnserme sone, dem Herzogen/') fruntlich geeyncd undegerichtid syn, sal utvir liebe wißin, daz Regte sich gar getruwelich nnde woledarmidde gearbeid unde bewisit Haid, wornmme wir uch biddin, das ir einedez auch zu dangkende habin, dar thud ir uns besundern liebe ane. Hirmidde

') ein wenig. 2 ) Der Brief ist datiert vom Freitag Martini. Martini fällt 1401 auf einenFreitag. Das Jahr 1401 ist auch nach der Art, wie Margarete in diesem Briefe ihren Bruder van Pader-born erwähnt, als Datierungsjahr wahrscheinlich. Dieser, Wilhelm, war nach mancherlei SchwierigkeitenAnfang 1401 in den ungestörten Besitz des Bistums gelangt. Ende dieses Jahres mischte er sich in denStreit seines Bruders Adolf mit seinem Vater Wilhelm. Er wurde aber am 27. Oktober 1401 auf demWege in das Bergische von Heinrich von Ore überfallen und gefangen genommen, übrigens „durch Inter-vention benachbarter Fürsten und Geldzahlungen von seiten der Geistlichkeit seines Bistums bald wiederauf freien Fuß gesetzt". Vgl. Schneiderwirth, Wilhelm von Berg, S. 13. Ihr Sohn, Otto Coeles,hatte bis 1398 unter der Vormundschaft Herzogs Friedrich von Brannschwcig gestanden.