Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
624
Einzelbild herunterladen
 

614 Geschichte der Kreuzzüge. Buchll. Kap.XXIX.

Cadi's und angesehensten Beamten des Throns den Raschcdfür unwürdig des Hohenpriesterthums erklären und seinenOheim Mohammed, den Bruder des Mostarschcd, auf denpriesterlichen Stuhl setzen ließ. Nicht lange hernach, alsZenki durch Vermehrung seines Landes und neue Ehrentitelfür die Partey Masud's gewonnen wurde, verließ RaschedMosul und begab sich zu David nach Maragah. Beydemachten noch im folgenden Jahre einen Versuch, ihre ver-lorne Herrschaft wieder zu gewinnen. Als aber David eineSchlacht wieder Mafud verloren und der Chalife Raschedauf der Flucht zwischen Hamadan und Jsfahan von Chora-sanischen Soldaten war erschlagen worden, so war der sie-benjährige Kampf geendigt *°), zu derselben Zeit, da dasLand der lateinischen Christen in Syrien nicht minder als dieFürstenthämcr des Zcnki durch das große und wohlgerüsteteHeer des Kaisers der Römer bedroht wurde, und Masudblieb im Besitze des Throns.

In diesem Kampfe der Muselmänner opferte nach man-cherlcy Schicksalen der Emir Dobais, welchen wir mehrereMale im Bündnisse mit den Christen wider seine Glaubens-genossen streitend fanden, sein Leben, um das Leben seinesWohlthäters, des Athabckcn Emadeddin Zenki, zu retten.Dobais war entsprossen aus dem cdeln Stamme der Maadi-schcn Araber, welcher unter Jjad, dem Urenkel des Maad,nach Irak ausgcwandcrt war und schon seit vier Jahrhun-derten in den Triften zwischen dem Euphrat und Tigris um-hcrzog. Nach der Belagerung von Haleb in Gemeinschaftmit den Kreuzbrüdcrn begab sich Dobais nach Bagdad, undso sehr der Chalife Mostarschcd ihn haßte, so zeigte er sich

10) 2. §52. S. 4üq. flgd.