6ir Geschichte derKreuzzüge. Buch II. Kap.XXVIII.
2. ec>r. welche dazu mitgcwirkt hatten, den Grafen Hugo ihrem Ge-mahl verdächtig zu machen, sondern ihrem Gemahl selbstden Zutritt zu sich, und ihre Verwandte und Freunde stell-ten dem Könige nicht minder nach, als den wider Hugofeindlich gesinnten Baronen, so daß sie nicht mehr wagendurften, öffentlich zu erscheinen. Nur durch vieles Zureden,Bitten und Flehen der Vermittler wurde das erbitterte Ge-müth der Königin so weit versöhnt, daß sie dem Könige undden Baronen den Zutritt zu sich wieder »erstattete. Dem al-ten schwachen Fulco war der Zorn seiner Gemahlin so furcht-bar geworden, daß er, um sie völlig zu.versöhnen und ihreZuneigung wieder zu gewinnen, seit dieser Zeit ihr so un-terthan wurde, daß er auch in den kleinsten Dingen nichtswider und ohne ihren Willen verfügte ^). Melisendebeherrschte seit dieser Zeit das Reich und ihr Gemahl trugnur den königlichen Namen.
WeriM Auch während dieses Streites wurden die Christen
von
Paneas. wieder schmerzlich daran ermnert, daß Eintracht für dieErhaltung ihres Reiches nothwendig und innerer Kampfihnen höchst gefährlich war. Der neue Fürst von Damas-kus, Schanis al-Moluk Jsmael, welcher seinem von Assa-sinen ermordeten Vater Buzi damals nachgefolgt war, be-nutzte jenen iunern Krieg im Reiche Jerusalem, um denersten Beweis seines Eifers für den Krieg wider die Christenabzulegen. Während Rainer von Brus, Herr von Paneas,und viele seiner Reisigen mit dem Könige vor der StadtJoppe lagen, kam Jemael mit der damascenischen Miliz
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