König Balduin II. 48;
Rauch erstickt und selbst der Tobten wurde, wie die Musel-männer klagten, von den nach Beute begierigen Pilgernnicht geschont; denn sie sollen die Gräber geöffnet haben,um wenigstens die Leichentücher zu rauben. Auch der ver-einten Macht des furchtbaren Aksonkor, Balaks und desAthabck Togthekin, welche, um an den Christen das Blutund die Beraubung der Muselmänner zu rächen, die BurgEzaz belagerten, wagten die Pilger si ' zu wid«"-«'^en, undnöthigten sie nicht nur, die Belagerung aufzuhcben, sondernzerstreuten auch ihr ganzes Heer.
Die Hoffnung Joscelins aber, Herr der Stadt Hiera-polis, von den Arabern Mambedsch genannt, zu werden,scheiterte durch Balaks große Tapferkeit. Als Balak beschlos-sen hatte, den ihm verdächtigen Fürsten Hassan Ebn Ka-rneschthekin des Fürstenthums von Mambedsch zu berauben,sandte er seinen Neffen Timurtasch, den Sohn des Jlgazi)zu ihm, damit er durch die Einladung, mit ihm gegen Jos-celins Burg Tellbascher zu ziehen, ihn aus der Burg locke,dann seiner Person und seiner Burg und Stadt sich bemäch-tige. Timurtasch führte diesen Befehl aus, soweit er ver-mochte. Hassan ging in die Falle, ward gefangen und nacheiner grausamen Mißhandlung, indem er nackt durchDornen gezogen wurde, in die Burg Balu gebracht,auch ward Timurtasch Meister der Stadt; in die Burgaber ward durch die Besatzung, welche an Jsa, demBruder des unglücklichen Hassan, ein neues Oberhaupterhielt, ihm der Einlaß versagt. Jsa behauptete dieBurg standhaft gegen Timurtasch, und sandte auch an denGrafen Joscelin einen Brief, worin er ihn um Hülfe gegenden blutdürstigen und habsüchtigen Balak ersuchte und sich
2. §l,r.
H3Z.
2ari.
1124.