König Balduin II.
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den Sucht ergriffen unter schrecklichen Verzuckungen und inscheußlicher Verzerrung seines Angesichts mitten im Blute derChristenmärtyrer niedergefallen seyn und vierzehn Tage langeinem Todten gleich gelegen haben ^).
Dankbarlich freuten sich überhaupt die Christen derEiege und Vortheilc über ihre Feinde, welche nach schwe-rer Niederlage ihnen Gott wieder über ihre Feinde verlieh,und zwar ohne ihr Verdienst; sie betrachteten den-Tod desleichtsinnigen Fürsten Roger und den schmerzlichen undschmachvollen Märtyrertod so vieler Brüder als die gerechteStrafe ihrer Sünden, denn die Sündhaftigkeit der Christenim gelobten Lande war groß und selbst den Heiden zum Aer-gcrniß. Ein Tücke, als er am Tage vor der Schlacht beyHab einen christlichen Ritter antraf, welcher ihm als kundigder türkischen Sprache bekannt war, rief diesem zu: „War-um mögt ihr, Franken, doch Euch vergeblich abmühen;denn euer Gott wird euch nimmer den Sieg verleihen, daihr weder, wie sonst, sein Gesetz haltet, noch unter euchselbst Freundschaft, Wahrheit und Treue übt?" ")
Weil nun auch häufige Landplagen, als die Verwüstung 2. Chc.
Il3o.
der Felder durch Heuschrecken und Mäuse in vier nach ein-ander folgenden Jahren, den Zorn Gottes kund thaten, soriefen der König Balduin und der Patriarch Garmund diePrälaten und Barone und das Volk zu einer Landsprachenach Neapolis in Samarien, um über die Besserung des inden Pfuhl fleischlicher Lust versunkenen Volkes zu rathschla-gen. Dort kamen sie über fünf und zwanzig Kapitel überein, sz. Janwelche von dem Könige und dem Patriarchen, dem Erzbi-
47) Diese Legende erzählt der 48 ) knick er. a, a. 2.
Kanzler Walther S. gü§.