410 Geschichte der Kreuzzüge. Buch n. Kap. XX.
s-^r. Schon stieg des Königs Muth so sehr, daß er selbst be-schloß, nach Babylon, des Chalifen Wohnsitz, lwelchen ernur vrey Tagereisen von Farama entfernt wähnte, zu ziehenund ihn zu erobern, ehe die Acgypter zum Widerstande sichsammeln könnten Aber, nachdem er mit großer An-strengung die Verbrennung der Stadt und die Niederrei-ßung ihrer Mauern angeordnet, ward er plötzlich, da ermit seinen Rittern an dem Genüsse von Fischen, welche sieselbst im Nilfluß gefangen, sich labte, von so heftigenSchmerzen in der alten Wunde, welche er in dem GefechteMit den Saracenen auf der Jagd empfangen, ergriffen, daßer fühlte, wie sich das Ende seines Lebens näherte. Er be-rief seine vornehmsten Ritter zu sich, kündigte ihnen an,daß er sie bald verlassen müsse, tröstete sie, als sie ein lautesWehklagen erhoben, beschwor sie, seinen Leichnam nicht inheidnischem Lande zurückzulasscn, sondern nach Jerusalemzu führen, und neben der irdischen Hülle seines verstorbe-nen Bruders beyzusetzen. Dann gebot er,seinem Koch Addo,in seinem Tode zuletzt ihm die Treue erweisend, welche erihm im Leben bewahrt, die Eingeweide aus dem entseeltenLeibe zu nehmen und den übrigen Körper wohl durch Salzund Kräuter gegen die Verwesung zu schützen Hier-
46) „IlLee äs re§no vL^ioni.-re
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a. a. O. Doch würden wohl nichtweniger als sechs Tagereisen erfor-derlich seyn.
47) Albert von Aix (Xii. 27.)lnßr, um von seiner Kennlniß dcSEin-balsamirens Gebrauch zu machen,den König folgende Anrede an sei-nen Koch halten: „Selas, ms in
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