Z4S Geschichte der Kreuzzüge. Buch.II. Kap. XVIII.
. Ckr. Helden. Auf keine Weise vermochte Alexius ihn zu bewegen,daß er sich selbst der Hoheit des römischen Kaiserthums un-terwerfen und es über sich nehmen möge, auch seinen VetterTankred zu derselben Unterwerfung zu bewegen. Noch werNiger wollte Vocmund sich dazu bequemen, die Ueberant-Wortung von Antiochien seinem Vetter anzubefehlcn ").Die Unterredung wurde also abgebrochen ohne Friedens-schluss und Boemund forderte schon sicheres Geleit zur Rück-kehr in sein Lager, worauf Alexius sich mit allen seinen Krie-gern ihm zur Begleitung antrug und sogleich den Heerfüh-rern gcbor, die allgemeine Rüstung anzusagen: die Grie-chen wähnten, dadurch sey Boemund so geschreckt worden,daß er hernach bloß aus ängstlicher Furcht vor einer solchenBegleitung zum Frieden sich geneigt erklärt habe "). AberBoemund, da er mit Schmerzen seine riesenmaßigen Planevereitelt sah, ward von der Sehnsucht nach der Heimathgetrieben; er wollte jetzt lieber in seine Heimath zurückkeh-ren, als mit nicht größerer Macht, denn ehemals, nach
88) Anna drückt sich darüberalso aus,: „Der Kaiser erinnerteihn, doch nur im Vorübergehn undversteckt, an das Frühere, und gabdann sogleich seiner Rede eins andereWendung. Boemund aber fühltesich getroffen in seinem Gewissenund fand sogleich eine geschickteAusflucht, nur crwiedcrnd: „ichbin nicht gekommen, um darüberRede zu sieh», auch ich hätte vieleszu sagen; da mich aber Gott bishergebracht hat,, so stelle ich nunmehrAlles deiner Hoheit anheim
Hierauf der Kaiser zu ihm: „Wir
wollen des Vergangenen nicht mehr
gedenken; wenn du jetzt mit mir ei-nen Frieden errichten willst, somusst du zuerst selbst dich meinerHoheit unterwerfen, dann dasselbedeinem Vetter Tankrcd gebieten, auchihm befehlen, denen, welche ichhinsenden werde, nach den altenVerträgen Antiochien zu überant-worten u. s. w.
Ly) „Als Boemund Liest gehört,sagt A nna, so pegab er sich zwarin das ihm angewiesene Zelt, be-gehrte aber sogleich meinen CäsarNiccphoruS BrncnniuS, der damalsmit der Würde eines Panhyperseba-sius geziert war, zu sehen."